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Das erste flyingbrick-Treffen 2002
fand vom 28.-30. Juni in Burgwedel bei Hannover auf dem Gelände des ehemaligen Ausflugslokals “Schweizerhaus” statt. 10.000 qm Grundstück standen uns dort zur Verfügung und wurden zu Spitzenzeiten auch dringend gebraucht: etwa 230 Besucher hatten trotz des ziemlich durchwachsenen Wetters den Weg zum ersten internationalen K-Treffen gefunden.
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Links: Biergarten- atmosphäre beim Schweizerhaus. www. flyingbrick .de rief, und fast alle kamen. Mag auch die kurze Hose von Pezi (im Bild links) täuschen, so war das Wetter nach anfänglich starkem Wind und Schauern doch ziemlich gut. Wenn Engel reisen, lacht der Himmel -und wenn es Tränen sind...
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Teilgenommen hatten K-Fahrer aus Deutschland, Österreich, Dänemark, den Niederlanden, England -und ein in Paris lebender Spanier, der extra für das Treffen nach Madrid flog, sein Motorrad holte und 2200 km mit seiner K100 LT zurücklegte, um dabei zu sein ! Anreisetag war der Freitag, und ab etwa 11:00 Uhr trafen die ersten K-Fahrer ein. Der Freitag sollte ganz den Benzingesprächen und dem gemeinsamen Kennenlernen vorbehalten sein, und so wurde auf ein Programm an diesem Tag verzichtet. Langweilig wurde es trotzdem nicht, den bis tief in die Nacht hatte man sich einiges zu erzählen. Da extra für das Treffen die Musik vom CD-Audio-Format in MP3-Dateien gewandelt wurde, passten 150 Musiktitel auf nur eine CD-ROM -und wir brauchten keinen DJ, denn diese eine CD-ROM lieferte bis nachts um zwei durchgehend Musik... Von 13:00 an sorgte Uwe Meyerhoff von Uwe´s Partyservice mit leckeren Gerichten vom Grill für das leibliche Wohl, während der Getränkeverkauf direkt von www. flyingbrick .de erfolgte. Jeder Treffenteilnehmer erhielt einen Button als Erinnerung, und Aufkleber mit dem gleichen Motiv waren zum Selbstkostenpreis von einem Euro erhältlich. Zehn Pokale standen für die Wettbewerbe am nächsten Tag bereit; alle ebenfalls mit unserem Logo versehen.
Weil unser Gelände direkt an einer vielbefahrenen Landstraße lag, hatte ich mir in Absprache mit der BMW-Niederlassung Hannover etwas einfallen lassen: niemand sollte gezwungen sein, auf der dunklen Landstraße herumzulaufen oder womöglich nach Alkoholgenuss spät in der Nacht zur Pension zu fahren. Darum stand ein knallroter Kleinbus als Shuttle-Service zur Verfügung. Anruf genügte, und schon konnte der Weg zur Unterkunft sicher und trocken zurückgelegt werden. “Danke schön !” sagt www. flyingbrick .de an die BMW-Niederlassung Hannover, die diesen Service zum Teil finanzierte -und natürlich an unseren Fahrer Michael, der alle Gäste sicher transportiert hat. Apropos `Anruf genügt´: vor und während des Treffens war ich über unsere vorab veröffentlichte “Treffen-Hotline” per Handy ständig erreichbar. Das zahlte sich aus, denn nicht nur Shuttlefahrten konnten so bestellt werden, sondern auch zwei Reifenpannen wurden dank der Firma Hämmerling im Nachbardorf Elze postwendend behoben , eine Elektrikpanne auf der Anfahrt eines Teilnehmers reparierten wir an Ort und Stelle (Autobahn 352) und Routentipps zum Umfahren von Baustellen während der Ausfahrt konnten auch noch gegeben werden. Deshalb ist aus meiner Sicht die Einrichtung solch einer “Hotline” unverzichtbar, dies als kleiner Tipp für andere Veranstalter.
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Links: das Schweizerhaus von innen. Normalerweise ist hier die MFG zu Hause, ein hannoverscher Motorradclub. Für unser erstes Treffen habe ich das Gelände angemietet, so dass uns zum Frühstück oder bei den wenigen Schauern ein trockenes Plätzchen zur Verfügung stand. Das Gelände liegt mitten im Wald und ist rund 10.000 qm groß.
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Der Samstagmorgen begann um 7:00 Uhr für mich recht ärgerlich: fünf unserer zehn Pokale, mehrere Sachpreise und die Stiefel eines Teilnehmers hatten innerhalb der vier unbewachten Stunden auf geheimnisvolle Weise ihren Weg ins Freie gefunden und lagen in den Brennesseln verstreut. Zwei Teilnehmer, die Stunden zuvor noch am Getränkestand randalierten, waren dafür abgereist... Ein schwacher Trost, dass ausgerechnet dieser kleine Kreis der Störer nicht per BMW unterwegs war. Wobei mich nicht die Motorradmarke dieser Leute stört, sondern deren Verhalten.
Unsere 120-Tassen-Kaffeemaschine war die einzige, der das Aufwachen an diesem Morgen noch schwerer fiel als uns. Wir mussten erst lernen, dass so ein Monstrum geschlagene 90 Minuten zum Aufbrühen braucht. Bewundernswert, dass unsere Frühstücksfee Ribana (15) dennoch die Ruhe fand, “mal eben” für so viele Leute Frühstück zu machen ! Allerdings freute sie sich auch schon riesig auf die Ausfahrt, die für sie ihre erste Motorradfahrt überhaupt wurde und ihr sehr viel Spaß gemacht hat.
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Links: Ribana auf großer Tour ! Noch sitzt sie ja etwas steif da, aber mit jedem Kilometer überwog der Spaß am Fahren. Rund 130 Kilometer legten wir zurück. Im Hintergrund unser Shuttle-Bus, der die Teilnehmer zur Pension brachte -und morgens wieder abholte !
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Wir starteten ab 10:30 Uhr in vier Gruppen, von denen zwei im Uhrzeigersinn die Rundfahrt zurücklegten und zwei entgegen dem Uhrzeigersinn. Details zur Ausfahrt findet ihr hier. Durch die Pokalgeschichte alarmiert, beschloss Marie-Louise Orth, beim Gelände zu bleiben statt an unserer Ausfahrt teilzunehmen. Schade, dass so etwas nötig ist, und ein riesiges “Danke !” an Marie-Louise !
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Links: die Ausfahrt steht bevor. Schätzungsweise 130 Motorräder und Gespanne nahmen teil, die Stimmung ist großartig. Leider gelingt es nicht, alle vier Gruppen gleich groß zu halten. Auch die Tatsache, dass kurz zuvor ein wichtiger Streckenabschnitt der geplanten Route gesperrt wurde, war uns nicht bekannt. Dennoch kamen alle wohlbehalten und gut gelaunt zurück.
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Ab 14:00 kamen die Gruppen wieder am Schweizerhaus an und wurden von neu eingetroffen K-Fahrern begrüßt. Das Gelände war inzwischen ziemlich gut gefüllt, und auch einige interessierte Anwohner der umliegenden Orte schauten sich bei uns um. Uwes Team vom Grillstand hatte alle Hände voll zu tun, auch unsere Zapfer Bennet, Simon und Stefan konnten über Arbeitsmangel nicht klagen.
Nun wurde es höchste Zeit für unsere Wettbewerbe. Ich wollte wissen, wer unser BMW-K-enner 2002 ist, und hatte 15 knifflige Fragen rund um die K-Serie vorbereitet. Zudem galt es, unter den Teilnehmern die schönsten Fahrzeuge, die weiteste Anfahrt, die meisten Kilometer und das älteste Motorrad sowie den ältesten Teilnehmer herauszufinden. Schwer zu sagen, wessen Kopf mehr rauchte: der unserer Teilnehmer oder der von meinem fleißigen Helfer Christoph Breuer und mir, als uns rund 400 Zettel zur Auswertung vorlagen ?
Ach ja, die fleißigen Helfer: da wäre zum Beispiel auch Christoph Orth, der mir seit Wochen unermüdlich bei der Organisation zur Seite stand und nun wohl oder übel zur Höchstform auflaufen musste. Christoph, ohne Dich wäre ich mit Pauken und Trompeten untergegangen ! Oder Erik Sahm, der als erster beim Treffen ankam -und zur Belohnung Zelte aufbauen und bei der Ausschilderung helfen musste. Freunde, ich bedanke mich für euren Einsatz ! Nicht zu vergessen auch meine Familie, die an diesem Wochende und schon lange vorher nichts als Arbeit von mir hatte. Mit der Auswertung der Fragebögen ging unser Treffen seinem Höhepunkt entgegen: um 18:00 Uhr erfolgte die Preisverleihung. Dabei stellte sich heraus, dass die Abstufung des Kennerwettbewerbs 1./2./3. Platz vor allem eine Hürde für mich als Veranstalter darstellte. Genau drei Leute gab es, die vierzehn von fünfzehn schweren Fragen richtig beantwortet hatten und dann zur Endausscheidung ans Mikrophon gebeten wurden. Als dann Thomas, Pezi und Qualle vor mir standen, beantworteten alle drei die Zusatzfragen wie aus der Pistole geschossen -ob es sich um die Dicke der Bremsscheiben oder einen geänderten Ständeranschlag handelte. Letztlich gab eine Schätzfrage den Ausschlag, und dichter hätten die drei Kandidaten mit ihrem Wissen nicht beieinander liegen können.
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Links: Das sind sie, unsere BMW-K-enner 2002 ! Von links nach rechts: Thomas Dziwisch, Peter Stefan (“Pezi”), Andreas Quast (“Qualle”). Nur mühsam ließ sich beim Wissen der drei eine Abstufung herausfinden; letztlich stehen die drei jedoch in der richtigen Reihenfolge: 1./2./3. Platz. Herzlichen Glückwunsch !
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Bei der Prämierung der schönsten Motorräder gab es ebenfalls eine Überraschung: Mike Schramm lag bei der Wahl zum schönsten Originalmotorrad ganz vorn -und belegte zusätzlich mit der selben K100 RS einen der vorderen Plätze bei den Umbauten ! Des Rätsels Lösung: viele Teile seiner RS sind poliert, unter anderem auch der Tank, so dass die Auswahl der passenden Kategorie schwer fiel. Letztlich musste er sich bei den Umbauten jedoch der K75 von Andreas Schild geschlagen geben. Einfacher waren die drei anderen Kategorien zu bewerten: Detlef Borchers gewann einen Pokal für sein K1100 LT-Gespann, die K100 von Bernd Otto war unser ältestes Motorrad (24. Woche 1983) und Adolf Bauer unser ältester Teilnehmer. Der Hammer war dann die K100 von Bärbel Hilgemann, der Gewinnerin unseres Kilometerfresser-Pokals: sagenhafte 437.222 Kilometer ist das Motorrad bereits gelaufen. Bei 409.000 Kilometern hatten ihr Mann Janos Cuzdi und sie die K100 aus zweiter Hand erworben und selbst überholt. Unter allen Teilnehmern wurden dann von unserer Glücksfee Amalie aus Dänemark die Gewinner von vier Sachpreisen ausgelost. Kein leichter Job, sollte das von der Firma MV Verholen gestiftete Zubehör doch an das Motorrad der Gewinner passen ! Letztlich fanden sich dann jedoch zwei Fahrer einer K100 RS 16V und einer K1100 RS, die jeder eine verstellbare Paraleverstrebe im Wert von rund 250 Euro mit nach Hause nahmen. Zwei weitere Gewinner freuten sich über einen BMW-Bildband und einen Motorrad-Routenplaner, und Amalie selbst bekam als Lohn für ihre Mühe einen nagelneuen Alu-Roller.
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Links: Die Preisfrage für unseren Kennerwettbewerb: was ist das ? a) eine Gehhilfe für ältere Teilnehmer; b) ein Einkaufswagen von Aldi; c) ein Quad für Anfänger ? Nichts von alledem; die Firma MV Verholen präsentierte einen elektrisch höhenverstellbaren K1200-Lenker. Über die Teilnahme von MV Verholen am Treffen haben wir uns sehr gefreut, zeigt es doch, dass es nicht immer Megaevents mit 100.000 Besuchern sein müssen, um seine Produkte zu zeigen. Besonders die Windschildaufsätze von MV Verholen waren heiß diskutiert.
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Besonders freuten sich auch die Gewinner der von MV Verholen zur Verlosung gestifteten einstellbaren Paraleverstreben, die in Kürze an einer K100 RS16V und einer K1100 RS ihren Dienst versehen werden. Der Hersteller verspricht deutlich verbesserte Handlichkeit. Ohne Pause ging es weiter: die Chill Out Bluesband aus Hannover heizte den Teilnehmern mit einer Mischung aus Blues und Rock kräftig ein. Schade, dass viele Teilnehmer das Konzert von der Campingwiese aus verfolgten und nur eine kleine Schar direkt vorne bei der Band blieb. An der Musik kann es kaum gelegen haben, hatten die Leute rund um Jürgen Diercks doch eigens für uns “Born To Be Wild” einstudiert und auch sonst über drei Stunden anspruchsvollen Sound zu bieten !
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Links: Die “Chill Out Bluesband” in Aktion. Der Treffenteilnehmer links im Bild zeigt, wie es geht. Aufstehen, mitsingen, Spaß haben ! Lieber Luftgitarre spielen als cool sein. Allerdings täuscht das Bild etwas, sooo leer war es vor dem Zelt gar nicht, und aus der Ferne hörten eine ganze Menge Leute mit.
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Besonders gerührt war ich über die vielen tollen Geschenke, die ich völlig unerwartet bekam: so hatten z.B. die Berliner ein besonders seltenes K100 RS 16V-Modell mitgebracht, eine hochglanzpolierte BMW-Anstecknadel aus Silber hatte Janos Cuzdi angefertigt, ich bekam eine Packung “Stiegl-Bräu” aus Österreich und eine “Flying Brick-Tasche” von Marie-Louise Orth; Dieter Schaudt hatte gleich zwei Schilder für mich mitgebracht (“Flying Brick PARKING ONLY-ALL OTHERS WILL BE TOWED”, und MV Verholen brachte noch zwei LED-Taschenlampen mit. Euch allen ganz herzlichen Dank, ich weiß wirklich nicht, was ich zu so tollen Geschenken sagen soll: ich habe mich wirklich riesig gefreut ! Links: von strikt original bis extrem umgebaut, von K75 bis K1200 reichte die Palette in Burgwedel. 19 Baujahre hatten sich versammelt, und die Reiter der fliegenden Ziegelsteine hatten sich viel zu erzählen. Erlaubt ist, was gefällt, und die vielen verschiedenen Nennungen bei der Wahl zur schönsten BMW zeigen die große Bandbreite der Geschmäcker. Auch dieser Abend ging einmal zu Ende, und es wurde wiederum 02:00 Uhr, bis das Licht ausging. Nicht bei allen allerdings: am frühen Morgen hatten noch ein paar Leute ihren “Spaß”, indem nach reichlichem Alkoholgenuss die Reifen der HoYaSuKas durchdrehten. Begründung: “weil wir Japaner fahren...”. Erstaunlich, wie es ein paar Leuten immer wieder gelingt, negativ aufzufallen -und als einzige Begründung dafür den Hersteller ihres Motorrades anführen können... Man kann sich des Eindrucks kaum erwehren, dass diese Leute nur zur Provokation auf Treffen kommen. Noch einmal viele Grüße von 230 netten Teilnehmern an die paar Leute, die uns nur besuchten, um zu nerven und möglichst die Anwohner gegen uns alle aufzubringen. Vielleicht lädt euch 2003 ja ein anderer ein ? Sonntagmorgen, sieben Uhr. Ribana und Renata stehen schon in der Küche und machen Frühstück. Kaum jemand baut sein Zelt ab, ohne sich bei uns allen zu bedanken und zu verabschieden. Man hat den Eindruck, sich schon ewig zu kennen und verabredet sich selbstverständlich für 2003 zum zweiten Flying Brick-Treffen. Diesmal allerdings möchte auch ich mit warmem Kühlwasser zum Treffen kommen, und so hat sich Dirk Galle bereit erklärt, unser zweites Treffen 2003 am Eisenberg zu veranstalten.
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Die hier gezeigten Fotos zum Treffen stammen von Frank Herbrich, Frank Burek sowie Christoph Orth. Vielen Dank für die Einsendung !
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