Das vierte flyingbrick-Treffen 2005
fand vom 24.06. - 26.06. in Immenreuth (Nähe Bayreuth/Oberpfalz) statt. Wiederum hatten wir rund 400 Gäste aus ganz Europa.
Veranstalter war diesmal Forummitglied Gerhard Reger aus Tirschenreuth. Gerhard, Forumnutzern unter dem Kürzel GerdTIR bekannt, organisierte das Treffen gemeinsam mit dem Verein I.S.I., der das örtliche Schwimmbad betreibt und den Erlös der Veranstaltung zum Erhalt des Schwimmbads erhält.
Ein ganz besonderer Gast sorgte diesmal für Stirnrunzeln:
Wie immer hatten wir wegen der Planungssicherheit um Vorausbuchung gebeten. Wer frühzeitig buchte, konnte mit einer Unterbringung vor Ort rechnen, aber auch Pensionen in der Umgebung wurden inklusive Shuttlebus angeboten. Unangemeldet erschien allerdings zum Treffen der Fahrer einer auffallend zweifarbigen BMW. Er habe vom Treffen gehört und bitte um ein Zimmer direkt im Kolpinghaus. Alle Angebote, ihm ein Zimmer in einer der Pensionen zu besorgen, wurden ausgeschlagen. Er müsse schon direkt vor Ort schlafen, sagte der Gast.
Uwe, der Wirt, fragte dann mehrere Gäste, ob sie mit dem Gast ihr Doppelzimmer teilen würden. Schließlich fand sich tatsächlich jemand, der dazu bereit war. Wie unser Gast den weiteren Treffenverlauf erlebte, ist nicht überliefert. Überrascht war jedenfalls ein anderer Treffenbesucher, als er abends auf den Balkon trat und ungewollt folgendes Telefongespräch mithörte, das auf dem Nachbarbalkon stattfand:
“Hallo, ich bekomme kein Auge zu, weil hier in Immenreuth ein Motorradtreffen stattfindet. Können Sie nicht mal einen Streifenwagen dort vorbeischicken?”
Tatsächlich erschien kurz darauf die Polizei vor Ort, da “ein Anwohner sich gestört fühlt”. Man fände zwar selbst die Geräuschkulisse nicht störend, aber: “Sie wissen ja...”. Der Gast reiste übrigens am nächsten Morgen wutentbrannt ab, weil er trotz gestörter Nachtruhe seine Übernachtung bezahlen sollte.
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Mehr Spaß am Treffen hatten andere Teilnehmer. Volkmar Prietz, im Forum als TraktorRH bekannt, ließ einige interessierte Biker erstmals Gespannluft schnuppern. Nicht wenige von uns waren überrascht, wie störrisch sich ein Gespann in den Händen von uns Anfängern verhält. Noch größer aber wurden die Augen, als sich herausstellte, wie hervorragend es sich mit etwas Übung manövrieren lässt. Sogar Uwe, der suzukierfahrene Kolpingwirt, musste seine Einschätzung “viel zu unsportlich” nach einer Probefahrt mit Volkmar kreidebleich revidieren. Dass der Gespannvirus bei solchen Er-Fahrungen weit besser überspringt als beim Blättern in Prospekten, zeigten Renate und Michael aus Mainz: sie kauften im Anschluss an unser Treffen ihr erstes Gespann!
Auch ich konnte meine ersten Gespannrunden drehen (oben mit Franz Bauer im Boot) -wie man sieht, macht es einen Riesenspaß. Nach wie vor freue ich mich, hier Zwei- und Dreiradwelt etwas näher zusammenrücken zu lassen.
Oben: Spendenübergabe der Handys 2005. 2. von links, mit Mütze: Gerhard Reger. Im orangegestreiften Shirt Markus Seidel, für dessen Projekt Off Road Kids e.V. wir seit 2003 sammeln.
Nach 22 Jahren K-Geschichte ließen wir bei den Hits des jeweiligen Jahres dann jedes Modell von der K100 Basis (1983) bis zur K1200S (2005) einmal Revue passieren -die Gelegenheit, um einmal die gesamte Modellreihe vorfahren zu lassen. Schade, dass unser Funkmikrophon uns dabei gelegentlich den Dienst versagte. Auch Markus Seidel, Gründer der Off Road Kids, nahm wieder persönlich einen Großteil der 2005 gespendeten Handys persönlich entgegen.
Schön wars -das Wetter, der Platz, die Leute. So schön, dass die Teilnehmer spontan beschlossen, auch 2006 wieder nach Immenreuth zu kommen. Auch auf die Gefahr hin, dass der Schlaf für manchen von uns zu kurz kommt!
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