Das sechste Flyingbrick-Treffen 2007
In der herrlichen Umgebung des Südschwarzwalds waren wir diesmal vom 15.-17.6.07 zu Gast in Neuenweg am Fuße des Belchens. Immerhin 750 Meter über NN hoch gelegen (der Belchen ist 1414 Meter hoch), war Neuenweg für manchen von uns die erste Bergtour. Dass in den Bergen auch das Wetter “nicht ganz ohne” ist, erfuhren wir schon am ersten Tag. Dauerregen hatte den Platz bald heftig aufgeweicht, und die Gipfel der Berge hüllten uns bei der Anfahrt in dichte Wolken. Tropfnass stiegen die meisten von uns vom Motorrad. So kam auch Flyingbrick endlich, fünf Jahre nach dem ersten Treffen, zum ersten “Wet T-Shirt-Contest”...allerdings mit überwiegend männlicher Beteiligung :-)
Oben: nach tropfnasser Anfahrt...
Am späten Nachmittag hatte das Wetter dann ein Einsehen mit uns; schließlich war ein Lagerfeuer geplant. Die nassen Regensachen dampften derweil auf einer Wäscheleine über der Bühne. Wie immer füllte sich unser Sammelbox für Althandys schnell. Tags zuvor hatten wir übrigens in Bad Dürrheim, etwa eine Motorradstunde entfernt, den 20.000. Spendeneuro dieser Sammelaktion an Markus Seidel von Off Road Kids e.V. übergeben. Diesmal besuchten darum wir die Kids, nicht umgekehrt, und besichtigten dabei auch gleich den Neubau des Kinderheims. Ab dem Sommer stehen dort weitere zwölf Plätze zur Verfügung, bisher waren es nur sechs.
Oben: ...endlich angekommen!
Oben: Bergluft macht hungrig!
Pünktlich zum Lagerfeuer am Freitagabend gab es dann Essen in der Halle. Nach und nach trudelten die ersten 130 Besucher ein und der Saal füllte sich. In einem Lichtermeer aus Kerzen gedachten wir unserer Freunde Uwe, Holger und Detlef, die uns nun eine Kurve voraus sind. Dies war der mit Abstand gefühlvollste Moment, den wir in sieben Jahren Flyingbrick zusammen erlebt haben, und ich denke, dass nicht nur ich in diesem Augenblick einen mächtigen Kloß im Halse verspürte.
Oben: Aussichtspunkt “Schauinsland”. Haben wir gemacht!
Der Samstagmorgen stand ganz im Zeichen der hervorragend geplanten Touren in die weitere Umgebung. Schon bei der Buchung des Treffens standen wir vor der Qual der Wahl: Nord- oder Südschwarzwald; Jura oder Vogesen? Dazu wurden die Gruppen in Geschwindigkeitsprofile unterteilt. So bekam jeder genau “seinen” Tourguide zugewiesen und konnte die Touren von bis zu 300 km Länge genießen. In meinem Fall ging es “blümchenpflückend” durch den Südschwarzwald. Es ging kaum hundert Meter geradeaus, und Steigungen bis zu 16% waren zu bewältigen. So ziemlich alles, was man sich als Motorradfahrer wünschen kann, war in 200 herrlichen Kilometern verpackt worden. Für mich war dies die eindeutig schönste Tour, die ich je gefahren bin. Selbst die anschließende Probefahrt mit Falk Hartmanns bildschönem GG-Quad (angetrieben vom R1150-Motor mit 95 PS!) konnte da nur den “Sahneklecks” dieses schönen Tages bilden -trotzdem, danke schön, Falk!
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Oben: Krauser Domani: nur fünf dieser Renngespanne gibt es in Deutschland. Dieses leistet 107 kW / 145 PS mit einem K1100-Motor
Kurz vor dem Abendprogramm hatten wir dann einen besonders seltenen Gast. Ein Krauser Domani-Gespann war von seinem in der Umgebung angereisten Besitzer gezeigt worden. Schade, dass wir dieses Schmuckstück nicht länger zu Besuch hatten; ich hätte es gerne noch zur Bühne geholt.
Ein anderes Gespann dagegen wurde an diesem Abend zum Eyecatcher und heimste folgerichtig den Pokal des schönsten Gespannes ein: es war exakt das Gespann, das auf unserem 2007er Treffenlogo zu sehen ist: eine K1200RS mit EML Speed 2000, lackiert im gelb-grauen Zielflaggendesign. So bekam erstmals jemand einen Pokal mit dem exakten Abbild seines Motorrads! Weitere Pokale gingen an Jörg mit seinem schönen K100-Sportumbau und an mich (vielen Dank, aber so war das eigentlich nicht gemeint...und dabei waren lauter sooo schöne Originalmotorräder da!).
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Oben: Das schönste Gespann...
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...kannten wir schon vor dem Treffen!
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Besonders viele “besonders hilfsbereite Forummitglieder” wurden diesmal vorgeschlagen, so dass nur drei Pokale eigentlich viel zu wenig sind. Die meisten Stimmen erhielten dann (in alphabetischer Reihenfolge) Flagg, Peter_aus_KR und Pezi. Herzlichen Glückwunsch!
Den Höhepunkt bildete wieder die Auszeichnung unserer Kilometerfresser mit über 100.000 Kilometern. Schier endlos war die Schlange, und Glücksfee Sandra aus Tirol hatte mit dem Umhängen der Medaillen alle Hände voll zu tun. Rekordhalter war Bärbels K100 Basis mit 456.000 Kilometern. Die abgegebenen Stimmzettel füllten wieder unsere Lostrommel. Viele wertvolle Preise von BD Deutschland, MotoBozzo, Motek, Rolf Ludwig und Falk Hartmann wurden verlost. Eine ganz besondere Sitzbank im Flyingbrick-Design wurde uns von Karl Reisslandt / BD Deutschland gestiftet; sie wird zugunsten der Familie des verunglückten Detlef versteigert.
Am Sonntagmorgen nach dem gemeinsamen Frühstück fiel uns die Trennung wieder einmal schwer. Trotz teilweise weiter Anfahrt (Joachim aus Monaco war aus 1500 km Entfernung angereist!) fand so mancher von uns erst am Mittag den richtigen Moment zur Abreise. Vielen Dank an tomtom vom Belchenstüble und sein Orgateam aus Deutschland und der Schweiz!
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