Neuanschaffung aus Stein

  • Spottbillig aus der Insolvenzmasse eines CNC-Betriebs erworben:

    Laut der Dokumentation ist die Messplatte wohl mal Güteklasse 00 gewesen, wie gut sie heute noch ist kann ich nicht prüfen. Für meine Zwecke wird es allemal reichen.
    mit 800x500x150mm eine absolute Tortur das Teil als Einzelkämpfer aus dem Kofferraum der E-Klasse zu ringen, aber mit Unterlegern, Rollen, und schiefen Ebenen endlich auf einem Rollwagen in der Werkstatt angekommen.

    Jetzt heißt es einen Wagen/Tisch zu entwerfen, der die Messplatte nutzbar beherbergt, aber nicht den Platz einzig und allein an den Stein verschwendet. Ich hab da schon eine relativ erkennbare Vorstellung wie ich es haben will, muss es nur noch modellieren.

    Freut mich auf jeden Fall extrem diesen Fang gemacht zu haben, eine ordentliche Messplatte wollte ich schon seit Jahren. DIe hier ist eigentlich viel zu groß für mich, aber bei der Gelegenheit nicht zuzuschlagen wäre grob fahrlässig gewesen.

    Gruß Samuel

  • Teile prüfen und messen halt. Oberflächenplanheit, Parallelität, oder Rechtwinkeligkeit von Seiten zu vermessen setzt alles eine Referenzfläche voraus.

    In der weniger abstrakten Ausprägung heißt das zum Beispiel blau einschmieren und die undichten Zylinder und Köpfe von der R100 drüber schieben um zu sehen welche seite auf die Fräse muss.

  • Tuschieren macht man eigentlich nicht auf einer Messplatte aus Stein, da auch Stein ein „lebendiges“ Material ist, Farbe, Säuren und Laugen greifen diese auch an. Zumindest wurde uns das Tuschieren auf der Messplatte verboten. Eine Messplatte ist überwiegend zum absolut winkligen und planen Anreissen gedacht. Nur das und planes Messen und Prüfen durften wir damals auf dieser Platte machen.

    Ich bin vom Fach und habe privat sowas aber nie gebraucht und auch nie vermisst. Trotzdem Glückwunsch! Schönes Stück. Unterbau muss absolut stabil sein.

    Bei mir wäre es eher ein Rollbock für Rundheit, Schutzgasflasche und eine Werkstattpresse, denen ich aktuell nachjagen würde.

  • Nur das und planes Messen und Prüfen durften wir damals auf dieser Platte machen.

    Bei einer Laborplatte ist das sicher nicht falsch, um die Perfektion zu erhalten. Mir wurde beigebracht, dass ein modernes preussisch Blau auch dem Stein nichts tut. Vor allem bei einer nicht zertifizierten Platte die über 20 Jahre alt ist, für die drei Dinge im Jahr die ich tuschieren möchte... Ich bin sicher das ist so ein Thema wo man sich bis zum Hitzetod des Universums drüber streiten kann.

    Wie gesagt, eigentlich locker doppelt so groß wie ich eigentlich haben wollte, und wenn ich irgendwo sonst (zum Beispiel in der Arbeit) Zugang zu einer Referenzfläche hätte, hätte ich auch keine geholt.

    Für den Unterbau denke ich wird es ein zweiseitiger Schubladennschrank mit einer klappbaren Tischplatte, um die Oberfläche nurzbar zu halten und den Stein zu schützen, wenn er nicht in Gebrauch ist.

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