Nach einer doch recht langen Weile ohne ernstliche Probleme an der K ist es an der Zeit Euch um Rat zu bitten.
Ein nicht geringes Ärgernis bereitet mir seit neulich der Tank meines Spandauer Drillings durch Anzeichen einer bäldigen Inkontinenz, die mir selber allerdings erst dank dem neulichen Wechsel des Kupplungbowdenzugs ins Auge fielen. Nun klappt die Kupplungsbetätigung wieder, dafür wäre bei weiterem Fahrbetrieb das Risiko einer Asphaltwikingerbestattung schlicht zunehmend unausweichlich. Das überlasse ich gerne jenen Zeitgenossen, die dahingehend noch weitaus determinierter sind als ich es selber werden möchte.
Trotz des seit nun bald sieben Jahren unterbrechungslosen Dauerbetriebs über alle Jahreszeiten und Wetterlagen hinweg schaute es im Tank an den tiefsten Stellen sowie zwischen Kraftstoffpumpe und Schwingungsdämpfer bald aus wie ein leicht bewachsenes Kiesbett am Bachufer. Zwar ist in der Zeit reichlich Benzin durch die ESV geflossen, aber solche strömungsbedingte sedimentäre Rückstände erwarte ich eher da wo sie hingehören, nämlich nicht im Tank. Die Öffnung unter dem Tankdeckel (selbiger war so montiert, das die Ablauföffnung ihren Zweck erfüllte), sieht auch nicht hübsch aus und bedarf gleichfalls einer Aufbereitung. Vor ein paar Jahren als ich sämtliche Innereien im Tank erneuerte sah es jedenfalls nicht so aus, da war alles schön blank und sauber wie es eben sein sollte.
Wo das alles herkam ist eine interessante Frage, noch interessanter ist erstmal die Frage wie ich sie restlos rauskriege bzw. das Blech sauber bekomme ohne mir zukünftige Probleme zu züchten.
Mit Acetone und einer Zahnbürste bekomme ich wie erwartet nur grobe oberflächige Reste entfernt, andererseits ist das betroffene Blech vom Pumpensumpf auch nicht ohne Weiteres zu erreichen. Da muß es andere Möglichkeiten geben, mir fallen auf Anhieb folgende ein:
1. Mit feinkörnigem Schleifpapier käme ich nur an die rechte Seite halbwegs ran, kommt also höchstens dafür in Frage
2. Ich hätte einen Trockeneisstrahler an der Hand, der selber aus eigenem Interesse des Erkenntnisgewinns für einen schmalen Taler gerne versuchen würde die Stellen sauber zu bekommen. Dafür bräuchte es ganz bestimmt nicht die volle Leistung seiner Anlage, dennoch sehe ich im strahlgutbedingten Kälteeintrag sowie in der raschen und volumreichen Expansion durch Umwandlung des Strahlguts in die Gasphase im Tankinneren die Gefahr einer Materialverformung
3. Zwei Betriebe in meiner Region bieten Glasperlenstrahlen sowie Sodastrahlen an, da habe ich bisher noch nichts von denen machen lassen
3. Von chemischen Bearbeitungsmethoden könnte ich kaum behaupten, das sie zu meinem Metier gehören, aber soviel ist sicher: Eine chemische Lösung ist schnell im Tank drin und vor allem auf der linken Seite sicherlich im Falz, wo sie wohl noch weiter und länger arbeiten würde als sie sollte. Diese restlos da rauszubekommen erachte ich als die größte Hürde, ganz von anderen zukünftigen Baustellen zu schweigen, die ích mir damit einhandeln könnte.
Die anschließende Reparatur ist eine andere Geschichte. Jetzt geht es mir darum das Blech sauber und damit reperaturfähig zu bekommen. Ideen habe ich da viele, ob sie gut und zielführend sind ist eine andere Frage.