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Anlasser macht sich selbstständig

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  • Anlasser macht sich selbstständig

    Hallo, habe gestern an meiner K100RT die Batterie wechseln müssen, da offensichtlich eine Zelle defekt war und die Maschine damit nicht ansprang und mittels Überbrückungskabel vom Auto dazu überredet werden musste.
    Nachdem ich nun die neue Batterie starkklar hatte und eingebaut geschah beim Anschließen der Kabel das der Anlasser ohne eingeschaltete Zündung durchdrehte. Langsam, jedoch unaufhörlich. Meine Frage: was kann der Grund dafür sein? Kurzschluß von Kabeln oder ähnlichen ist ausgeschlossen. Bin für jede Hilfe dankbar ( Moped ist ja auch angemeldet und könnte gefahren werden :tappingfoot: )
  • Das nennen wir hier ARD

    Mach den Deckel vom Stromkasten unter dem Tank ab und schlag mit einem Griff vom Schraubendreher auf das große Relais drauf. Das ist zusammen gebacken...
  • Hallo Bernie,

    halb so wild, aber ich sag jetzt diese 3 Buchstaben nicht. Vielleicht bist Du ja nicht der letzte dieses Jahr.

    Gruß aus Baden, wo heute herrlich die Sonne :sunny: schien.

    Harry


    PS. Sicherlich werden sich viele Melden, die Dir sagen was Dein Problem ist.

    Shit, drei waren schneller, die haben bestimmt Textbausteine für jeden möglichen Fall
  • Habedere Bernie,

    ARD beheben ist kein Hexenwerk.

    - Mach zuerst das Mopped komplett stromlos (Batterie abklemmen)
    - Tank lösen und hoch heben
    - Deckel vom Relaiskasten weg
    - Anlassrelais abziehen
    - Vorsichtig dessen Deckel abheben
    - Die beiden Relaispole trennen
    - Kontaktflächen mit seeehr feinem Schleifleinen abziehen
    - Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge

    dann

    - Batterie ausbauen
    - Prüfen
    - Laden
    - Nochmal Prüfen
    - Dann einbauen oder weit werfen

    Immer im Hinterkopf behalten, eine K ist ziemlich anspruchslos, aber Unterspannung mag sie ums verrecken nicht.
    Servus
    Peter

    Wenn ein Mann sagt, er macht das, dann macht er das auch, man muss ihn nicht alle sechs Monate daran erinnern.
    Dabei seit Mmmmh ? Wurscht, Hauptsache gerne dabei !
  • PeterWEN wrote:


    - Anlassrelais abziehen

    [klugscheißmodus]Das Anlasserrelais kann man nicht abziehen. Das muss man abschrauben. Die Kabel zu Batterie und Anlasser muss man auch abschrauben. Die Kabel für die Relaisspule kann man abziehen.[/klugscheißmodus] ;)
    Heinz



    "Technischer Fortschritt ist wie eine Axt in den Händen eines pathologischen Kriminellen."

    Albert Einstein
  • Hallo Peter!

    So würd' ich's auch zunächst beheben.

    Was hältst Du davon: Vorher die Relaiskontakte noch mit etwas Polfett schützen vor erneutem zu schnellem Zusammenbraten?
    (Andererseits könnte das ja auch wiederum ein Zusammenkleben/-backsen durch's Fett selber fördern.)

    Relaiskontakte sind ja immer irgendwie beschichtet (versilbert, vergoldet, o.ä.), d.h. wenn die Oberfläche zerbraten ist, dürften sie zu vorschnellem Wiederzusammenbrennen neigen, denke ich. Gerade wo sehr hohe Ströme über kleine Kontaktflächen(-teile) fließen.

    Ist evtl. immer zum kurz- bis mittelfristigen Austausch zu raten?

    (Andere Relais, nicht Kfz-Bereich, mit weniger Strom habe ich so schon wieder gängig gemacht, die liefen dann noch ewig. Beim Anlasserrelais wäre das für mich aber kein dauerhafter Versuch.)
  • k-lover wrote:


    Was hältst Du davon: Vorher die Relaiskontakte noch mit etwas Polfett schützen vor erneutem zu schnellem Zusammenbraten?
    (Andererseits könnte das ja auch wiederum ein Zusammenkleben/-backsen durch's Fett selber fördern.)
    Dann ist Halbfettmargarine das Mittel der Wahl. Die hält nicht ganz so lange wie Polfett, ist aber zum Braten ungeeignet, könnte also klappen.

    Wenn es doch länger halten soll müssen die Kontakte halt mit 2000er Nassschleifpapier geglättet und dann hartvergoldet werden.

    Viele Grüße

    Axel
  • k-lover wrote:

    Relaiskontakte sind ja immer irgendwie beschichtet (versilbert, vergoldet, o.ä.), d.h. wenn die Oberfläche zerbraten ist, dürften sie zu vorschnellem Wiederzusammenbrennen neigen, denke ich. Gerade wo sehr hohe Ströme über kleine Kontaktflächen(-teile) fließen.

    Ist evtl. immer zum kurz- bis mittelfristigen Austausch zu raten?



    In meiner RT tat über 10 Jahre so ein Teil Dienst. Ich hatte eine Kontaktfeile durchgezogen und gut.
    Auf keinen Fall Fett! Das isoliert und erhöht den Übergangswiderstand an den Kontakten. Sie werden heiß, das Fett verkokelt et voilà.
    Heinz



    "Technischer Fortschritt ist wie eine Axt in den Händen eines pathologischen Kriminellen."

    Albert Einstein
  • Hallo Bernie,

    wenn du dir was Gutes tuen willst dann kauf dir ein neues Relais und fummel nich an dem alten rum.

    Die Kontakte sind auch durch schleifen etc. nie mehr so glatt wie im Neuzustand und bei der nächsten Akkuschwäche bretzelts wieder da drinne.

    Jeder Funke auf der Kontaktfläche hinterlässt Abbrandspuren und je rauer die Fläche desto eher verkokelts wieder und der saubere Bereich,

    indem der nicht unerhebliche Strom fließt, wird immer kleiner.

    Das könnte ein Teufelskreis werden.

    Neues rein und fertich.....sacht der ehemalige Fernsehfritze.



    Gruß aus Kassel Thomas KS :smoke:
    Was nützt mir die geilste Karre, wenn ich selbst keinen Stil habe :ups:
  • Hallo Heinz!

    HeinzNOH wrote:

    Auf keinen Fall Fett! Das isoliert und erhöht den Übergangswiderstand an den Kontakten. Sie werden heiß, das Fett verkokelt et voilà.
    Verrückt: Hatte mir immer vorgestellt, Polfett wäre leitend / hätte leitende Zusätze. Offenbar ist es nur Korrosionsschutz (eben für die Batteriepole). Dann macht es in einem Relais natürlich sicher wenig Sinn (vielleicht funkt es weniger, aber das müßte erst wissenschaftlich untersucht werden).

    Offenbar wird es bei heutigen Autos, wo die Starterbatterie viel geschützter eingebaut ist, auch nicht mehr üblicherweise verwendet.

    Wieder was gelernt! Danke für den Hinweis!
  • ....das Polfett wird immer erst nach dem Verschrauben der sauberen Batteriekontakte aufgebracht, quasi als Schutzschicht .

    Wenn jemand sein privates Relais selbst wieder herrichtet ist das seine eigene Sache.

    In meinem Berufsleben musste ich eine qualifizierte Leistung abgeben und das war ausschließlich nur mit Neuteilen gewährleistet.

    Daher empfehle ich auch nur dies.

    Nochmal Gruß

    Thomas KS :smoke: Hust
    Was nützt mir die geilste Karre, wenn ich selbst keinen Stil habe :ups:
  • ...ein neues Starterrelais kostet € 78,- . Ich bin der Meinung, man sollte das investieren, weil, wie schon erwähnt, unsere K's empfindlich auf Unterspannung reagieren und die Folgeschäden bei hängendem Relais erheblich sein können, wie wir auch wissen !
    Aber jedem das seine....
    Grüsse von Reinhard


    ...das Geheimniss des "Könnens" liegt im "Wollen"...
  • Reinhard-FR wrote:

    ...ein neues Starterrelais kostet € 78,-
    Wenn man drüber nachdenkt: Da bekommt man schon 2 Kung-Fu-Akkus für, oder einen richtigen.
    Sollte einen anspornen, seinen Akku besser zu pflegen / im Auge zu behalten.

    (Ich bleib' trotzdem erstmal bei meinem 3/4-ausgelutschten 30Ah-Akku, werde ihn aber nun öfter laden - und noch mehr auf den Seitenständer achten.
    Und vielleicht endlich mal wieder das Bordwerkzeug einpacken, um im Problemfall schnell die Polklemme lösen zu können.)

    Wenn ich doch endlich einen geeigneten Montageplatz für das Spannungs+Temp-Anzeigedingens von Tante Louise finden würde...