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Gabelölablassschraubengewinde platt. - gelöst (vorerst)

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  • Gabelölablassschraubengewinde platt. - gelöst (vorerst)

    Tach zusammen,
    bei der Tour am Wochenende hat der linke Gabel Siri (Brembo Gabel) doch sehr gesifft und ein kleines Rinnsal verursacht. Da ich heute das Vorderrad wegen akuten Profilmangels ausgebaut habe, bot es sich an, den Siri zu wechseln. Das LKL hat zwar auch eine (wirklich) leichte Mittelrastung, aber das soll erst im Winter zusammen mit Stahlfelex vorne und dem Wellendichtring/O-Ring Kram von Motor und Getriebe dran kommen. Also erst mal Simmerring und 10er Gabelöl besorgt.
    Rad ab, Schutzblech und Gabelstabi ab, Prallplatte ab, Lenker gelöst, Öleinfüllschrauben aufgedreht,
    Gabelöl links und rechts abgelassen,
    Gabelrohr links ausgebaut und getrennt, Siri rausgehebelt, Schmaddel entfernt und alles gereinigt, neuen Siri reingeklöppelt, Gabelrohr zusammengebaut, Gabelrohr wieder eingebaut. Das ging alles erstaunlich einfach. Dann wollte ich die Ablassschrauben mit den angegebenen 9 Nm reindrehen und was ist passiert: Schrauben drehen durch, da beide Gewinde platt sind! Bei einer Ablassschraube war schon der Dichtring weggelassen worden und blaues Hylomar aufgetragen.
    Jetzt steh ich da und weiß nix mehr. Neue Tauchrohre, neue Gabel oder gar neues Moped, oder Helicoil?
    Gruß

    Nachtrag--Problem gelöst---
    Dank der guten Tipps habe ich es wieder dicht gekriegt. Tauchrohre wieder abmontiert, Ölablassgewinde mit Gewindeschneider nachgeschnitten, alles gereinigt und längere Schrauben rein. Dicht (bis jetzt)! Bin heute 120 km gefahren mit neuem Fahrgefühl (beide Simmerringe neu, alles gereinigt und neues Gabelöl rein). Da trägt aber bestimmt der neue Vorderreifen mit bei. Mal sehen, wie lange es hält.

    Gruß
    Martin

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Schwenker66 ()

  • Etwas aufbohren, neues grösseres Gewinde reinschneiden ( ist ja fetter Aluguss ) und fettere Schraube rein. 9 Nm sind eher das Ende der Gewaltspirale, die diese Schraube verträgt. Handfest trifft es eher..

    Habe ich auch schon mal 2 Tage vor einer Dolomitentour machen müssen...
    Schöne Grüsse, Ralf CH
  • Habedere Martin,

    da hat wohl vorher schon ein Grobmotoriker gebastelt, der gleubte er könne die 9nm mit dem Handgelenk erfühlen.

    Bevor Du dich in Unkosten stürzt, würde ich zu helicoil greifen.
    Du bist dabei wirklich nicht der Erste und wirst auch nicht der Letzte bleiben.
    Es ist halt leider so, dass da unten nicht allzuviel Futter für die Schrauben ist.
    Dazu kommen halt die Umwelteinflüsse und Kontaktkorrosion, die das Material zusätzlich schwächen.

    Ok, wenn Ralf von aufbohren schreibt, muss ich das auf jeden Fall akzeptieren.
    Der "Arme" hat wohl jeder Schraube seiner K`s öfter in der Hand gehabt, als sich das so manch einer vorstellen kann
    Servus
    Peter

    Wenn ein Mann sagt, er macht das, dann macht er das auch, man muss ihn nicht alle sechs Monate daran erinnern.
    Dabei seit Mmmmh ? Wurscht, Hauptsache gerne dabei !

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von PeterWEN ()

  • das hatte ich damls bei der 2V gabel auch ,... :thumbup:

    mach alles nochmal auseinander und lass dir 2 Helicol einseten,
    dann kannste auch wieder mit 9 Nm anziehen das Helicol packt das, das ALU nur max 2x.... :roll: :mrgreen:

    mach das bloß nicht im montierten Zustand, da kommen zuviel Späne ins Tauchrohr und muss anschließend gründlich gereinigt werden.... ;)
    K-ruß Stefan_LU meine 100 16V, meine 11er,
    das Leben genießen, denn jeder Tag könnte der letzter sein.
    [IMG:http://images.spritmonitor.de/734490.png]
  • Danke Euch allen für die schnellen und tröstlichen Antworten.
    Wird eh zu heiß die nächsten Tage :( Dann kann ich alles wieder auseinanderbauen, Gewinde einsetzen und noch den rechten Siri erneuern. Der ist zwar noch dicht, aber wie es nach dem Zerlegen/Zusammenbauen aussieht....?
    Martin
  • meine Erfahrung zum Gabelölwechsel: Der "Freundliche" sagte mir, ich soll die Ölablassschraune am Federbein öffnen und das Öl ablaufen lassen.Am selben Abend war noch der Stammtisch ( STUSTA) und der "Kupplungsdoktor"meinte, :Finger weg, das ist gefährlich, weil das ein Risiko darstellt ( Schraube Stahl und Aludruckgus das Gehäuse". Im Endeffekt reißt man das Gewinde raus und dann hat man den Dreck. Also Vorderrad raus und mit Imbusschlüssel die untere Schraube gelöst und das Zeugs ablaufen lassen. Dauert zwar ein wenig , aber das Gewinde ist noch in Ordnung und dicht.

    Hier deshalb noch mal ein großes Dankeschön an den "Kupplungsdoktor", der mich vor solchen Schäden bewahrt hat.

    Gruß Werner :clappingyellow: :clappingyellow: :clappingyellow:
    Gruß aus Herrenberg

  • Säg Dir mal eine andere Schraube auf ca. 2mm länger ab, ganz hinten sind noch so 2 Gewindegänge, dann neuer Dichtring drauf und ganz vorsichtig handfest anziehen. wenn es am nächsten Tag noch etwas tröpfelt die Schraube ein paar Grad nachziehen, hält bei mir seit einigen Jahren. Die Schraube muss nichts halten, nur gerade dichthalten.

    Viele Grüße
    Axel
  • Werner BB schrieb:

    Also Vorderrad raus und mit Imbusschlüssel die untere Schraube gelöst und das Zeugs ablaufen lassen.

    Dann könnte man doch das Ölablaufloch zu schmieren, quasi für immer und ewich abdichten? Und beim Gabelölwechsel ist es doch eh ratsam Tauchrohr und Standrohr zu trennen wegen Schmodderentferneung. Standrohre können dabei auch in der Gabelbrücke bleiben. Oder liege ich da falsch?

    Martin
  • Dank der guten Tipps habe ich es wieder dicht gekriegt.
    Tauchrohre wieder abmontiert (Standrohre in den Gabelbrücken gelassen), Ölablassgewinde mit Gewindeschneider nachgeschnitten, alles gereinigt und längere Schrauben rein. Dicht (bis jetzt)! Bin heute 120 km gefahren mit neuem Fahrgefühl (beide Simmerringe neu, alles gereinigt und neues Gabelöl rein). Da trägt aber bestimmt der neue Vorderreifen mit bei. Mal sehen, wie lange es dicht belibt.

    Merci an alle
    Martin
  • Da an diesen Stellen nunmal grundsätzlich das Problem besteht, die Gratwanderung zwischen fest, dicht und zu fest und damit überdreht zu schaffen, mache ich mir das mit dem "dicht" etwas leichter, indem ich Teflonband um die Schraubengewinde wickle, bevor ich diese mit nem neuen CU-Dichtring wieder einsetze ;)
    Der mit dem Höckerchen ...
  • Hallo zusammen,

    das gleiche Problem hatte ich bei meiner K100 auch. Ich habe das Gewinde eine Nummer größer geschnitten (war glaube ich M4, habe ich auf M5 aufgebohrt) und anstelle eines CU-Dichtrings aus dem Hydraulik-Zubehör einen sogenannten "Usit-Ring" genommen. Das ist ein Dichtring mit einvulkanisierter Dichtung für Schrauben. Das Ding kann dann "handwarm" angezogen werden und hält seitdem absolut dicht.

    Viel Erfolg beim Abdichten.

    Jörg
    BMW-Fahren ist wie fliegen...nicht so hoch aber genau so laut!
  • Hallo alle miteinander,

    hätte ich diesen Thread doch vorher schon gelesen. Habe die Schrauben früher immer per Hand angezogen, heute aber erstmals mit Drehmomentschlüssel. Nun sind mir beide Gewinde durchgedreht. Mir ist speiübel. Jetzt stehe ich da und habe also drei Möglichkeiten:

    1. Mit einer längeren Schraube versuchen (wäre schön, wenn das klappt, weil ich die Rohre eigentlich nicht abnehmen möchte)
    2. Größeres Gewinde einschneiden und passende Schraube verwenden
    3. Oder einen Helicoil einsetzen
    Zu welcher Option würdet Ihr mir raten?

    Besten Dank im Voraus und noch einen schönen Restpfingstmontag

    Danesh
  • Schwenker66 schrieb:

    Werner BB schrieb:

    Also Vorderrad raus und mit Imbusschlüssel die untere Schraube gelöst und das Zeugs ablaufen lassen.
    Dann könnte man doch das Ölablaufloch zu schmieren, quasi für immer und ewich abdichten? Und beim Gabelölwechsel ist es doch eh ratsam Tauchrohr und Standrohr zu trennen wegen Schmodderentferneung. Standrohre können dabei auch in der Gabelbrücke bleiben. Oder liege ich da falsch?

    Martin


    Das frage ich mich ehrlich gesagt auch. Das sollte doch eigentlich gehen oder spricht da was dagegen ?
    Viele Grüße,
    Daniel

    (BMW K75 VIN: 6429689)
  • So, nun möchte ich meine Erfahrung einbringen. Ich habe mich für die Methode mit längeren Schrauben entschieden. M6x12 mit Kreuzschlitzkopf (denke, da habe ich mehr Gefühl als bei Inbus), neue O-Ringe, die Gewinde jeweils dreimal mit 0,1er Teflonband umwickelt und dann mit viel Gefühl festgedreht. Ist jetzt 13 Tage und 120 km (Kurzstrecke) dicht.

    Hoffentlich bleibt es so, denn in 6 Tagen geht es Richtung Toskana. Drückt mir die Daumen.

    Besten dank für all die guten Tipps!
    Danesh
  • Danke für den Hinweis, Karl.

    Ich hatte den verlinkten Beitrag tatsächlich gelesen, wollte mit dem Meinigen einfach nur Leute unterstützen, die auch mit dieser Lösung spekulieren. Sei es, dass sie es erst mal provisorisch lösen wollen oder keine Möglichkeit, keine Zeit ,oder einfach nur keine Lust haben, es anders zu machen.

    Sollte es auf der Reise undicht werden, werde ich kleine Brötchen backen und den Korken des guten Chiantis benutzen, welchen ich dabei leeren werde ;)

    Viele Grüße, Danesh