To use all functions of this page, you should register.

Bergische waren beim Kurventraining - mit Video in Eintrag 5

This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

  • Bergische waren beim Kurventraining - mit Video in Eintrag 5

    Hallo zusammen,

    ich berichte heute mal von einen Event, dem sich vier Bergische und ein Göttinger unterzogen haben, einem Kurventraining für Motorradfahrer auf einer Rennstrecke.

    Kurz zur Vorgeschichte: bei einigen Stammtischen im Bergischen haben wir immer wieder überlegt, gemeinsam ein Sicherheits- oder Kurventraining zu organisieren bzw. daran teilzunehmen. Doch wie das so ist, es dauert oder verläuft im Sande.
    Einer, dem diese Idee bekannt war, ist FrankGL. Er selbst ist immer wieder auf Rennstrecken unterwegs und hat dabei in Mettet das "MotoTeam" kennen gelernt. Dieses Team bietet unterschiedlichste Motorradtrainings an, unter anderem ein spezielles Kurventraining, bei dem es nicht aufs Tempo, sondern auf die Technik ankommt. Und da der Renn-K-ollege ja den bergischen Wunsch kannte, bekamen wir den Hinweis, schaut doch mal, ob das nicht was für euch sein könnte.

    Der "Flyer", die "Falschfahrerin", der "Klakogo", unser Buntstift "FranK11RS" und ich haben darauf hin beschlossen, wir machen das. Und gestern war es nun so weit.

    Der Rahmen:
    - die Location: der Hunsrück-Ring in Hahn am dortigen Flughafen
    - die Teilnehmer: ca. 40 bis 45 Motorradfahrer/innen, die nach fahrerischer Qualität in drei Hauptgruppen und dann jeweils in Untergruppen eingestuft wurden
    - jede Gruppe hatte ca. 5 Teilnehmer und einen Instruktor/Instruktorin

    - der Ablauf: nach der Einteilung gingen die einzelnen Leistungsgruppen jeweils getrennt für etwa 25 Minuten auf die Bahn; insgesamt konnte jeder Teilnehmer 6 x 25 min fahren

    - der erste Turn fand ohne besondere Hinweise statt, jeder sollte selbst seine ersten Erfahrungen sammeln, aber geführt vom Trainer
    - danach wurden Erfahrungen ausgetauscht und von Turn zu Turn Aufgaben eingebaut
    - Hauptaugenmerk lag dabei auf der Blickführung, der Verbesserung der Kurvenlinie und dadurch des Fahrstils
    - unterstützt wurde das Training durch Videoaufzeichnung und ausführliche Videoanalyse
    - jeder Teilnehmer wurde ausführlich "betrachtet" und individuell gecoacht; vor und nach den Turns

    - das ganze dauerte von 8.30 in der Früh bis etwa 17 bis 17.30 Uhr
    - während der ganzen Zeit standen mehr als ausreichend unterschiedliche Getränke bereit, es gab Obst und ein Mittagessen

    - weil die Frage zum Preis eh kommt: inkl. der verpflichtenden Unfallversicherung hat der Spaß rund 200 Euro/pro Teilnehmer gekostet

    Und hier jetzt MEIN Eindruck:
    Es war SPASS!!!
    Das Training war jeden Cent wert. Ein gutes Umfeld, ordentliches Catering und dazu professionelle Trainer: so wurde das für mich ein sehr lehrreicher und trotzdem unterhaltsamer, auch fordernder, aber auf jeden Fall erfolgreicher Tag.

    Dachte ich nach dem ersten Turn noch, OK, das wird bei mir wohl nichts mit der flüssigen Kurvenfahrt mal schnell, mal langsam, so konnte ich mich ab dem zweiten Turn von Runde zu Runde verbessern und an Sicherheit gewinnen. Möglich wurde das durch eine sehr aufmerksame und kompetente Trainerin, die es hervorragend verstand, zu kritisieren, aber noch mehr zu motivieren. Im Laufe des Tages habe ich auf meiner 11er Dinge gemacht, an die ich vorher nicht mal im Traum gedacht hätte, dass ich sie hingekommen würde. (Ich spreche hier jetzt von ersten Versuchen des "Hanging off".) Vorallem hat es das MotoTeam aber verstanden, selbst kleine individuelle Schwächen oder Fehler zu erkennen und dann auf diese hinzuweisen und auch Lösungen anzubieten, um diese abzustellen.

    Die Frage, die ich mir nach - ich schätze mal - so 140 km Kurventraining auf der Rennstrecke gestellt habe:
    Warum hast du das nicht schon viel viel früher gemacht?

    Dass dieser eine Tag unter professioneller Anleitung mir so viel mehr an Technik und Sicherheit geben würde, hätte ich nie gedacht. Aber heute auf der rund 320 Kilometer langen Rückfahrt durch den Hunsrück, das Mosel- und Rheintal und schließlich noch Ausläufer des Westerwaldes konnte ich im normalen Straßenalltag spüren, wie hilfreich das Training war/ist.

    Und warum schreibe ich das jetzt alles? Weil ich jetzt noch mehr als vorher der Überzeugung bin, selbst wenn Mann oder Frau schon Jahrzehnte Motorrad fährt, man kann sich immer verbessern, wenn einen Profis mal genauer unter die Lupe nehmen und einem zeigen, was sich möglicherweise an kleinen oder großen Fehlern so eingeschlichen hat.

    Ich werde jetzt nicht unbedingt (sofort) schneller fahren (und das Grundtempo bei Bergischen Stammtischtouren vermutlich immer noch ein wenig drücken), aber ich fahre jetzt mit Sicherheit sicherer und das war mir jeden Cent wert.
    Deshalb kann ich nur sagen: Leute macht das auch (mal wieder). Es bringt was!

    Und nein, das ist und soll kein Werbetext für das MotoTeam sein. Es gibt mit Sicherheit auch andere gute Veranstalter solcher Events. Nur kann ich halt nur von diesem berichten, weil ich ihn getestet und für gut befunden habe.

    Sobald Bilder vorhanden, werde ich die noch einstellen und auch einen Link zu einem kleinen Video, das wir aufgenommen haben, das den Ring einmal zeigt.
    Viele Grüße aus Rösrath
    Michael_GL

    The post was edited 3 times, last by Michael_GL ().

  • Nach ca. 1000 Kilometern bin ich doch tatsächlich mit den ersten Regentropfen zur Haustüre rein.

    Einer meiner Gedanken war gleichfalls, hätte ich schon viel früher machen sollen. Bilder folgen sicherlich, der Sascha Ziehmann hat viele gemacht (die Welt ist manchmal klein), aber ich habe sie noch nicht.

    In der Anmeldung habe ich geschrieben: Ich möchte Spaß haben und vor allem Blickführung üben (hier habe ich gemerkt, dass ich da in letzter Zeit immer schludriger geworden bin) und Hanging Off brauche ich nicht und mir geht es nicht ums schnell fahren, sondern um die Linienführung!

    Auf der Strasse werde ich nicht schneller fahren, als bisher, Kurve/Kehren bergrunter - vor allem mit beladener Maschine - werden weiter so eirig, langsam bleiben.

    Von vorne, einsortiert in eine Anfängergruppe war die erste Runde ganz ungewohnt. Rennstrecke, keine Ahnung wo es lang geht, auf der Geraden im 3. Gang, huch - eine Abbiegung, runter in den 2., wieder in den 3. - für mich ein Gemurkse, bei dem ich mich überhaupt nicht wohl gefühlt habe.

    Erste Rundenbesprechung, Trainer aus der Nachbargruppe (F800 GS) und bei uns gefragt, welchen Gang nehme ich. Antwort, der 2. reicht völlig aus :-).
    Beschwerde einer Mitfahrerin, sie sei gewohnt flüssig zu fahren, ich würde dauernd auf der Bremse stehen, sie wolle zügig fahren und nicht so langsam, ... trotz guten Zuredens der Trainerin, wollte sie in die höhere Gruppe und war davon nicht abzubringen. Sie hat trotzdem gewechselt und hat sich dort dann (zum Glück glimpflich!!!) abgelegt. Zu uns zurück, war natürlich zu peinlich, aber es gab ja noch 2 weitere Anfängergruppen.

    Die nächste Runde, ab jetzt im 2. Gang (hat mir zwar in den Ohren weh getan) und nun war es gleichmäßiger.
    Um es kurz zu machen :pflaster: :ups:

    Es hat mir riesig viel Spaß gemacht :) :) :) , die kleine F hatte noch nie so gut eingefahrene Reifen (MPR4, dem vertraue ich "blind", habe ich frisch vorher drauf bekommen), wie jetzt. Rechts runter bis auf die Fußraste :saint: . Die Seite, welche ich eigentlich gar nicht kann.

    Interessant fand ich den jungen GS Fahrer vor mir, er war sehr flott unterwegs, da musste ich mich immer sputen hinterher zu kommen. An der Haarnadelkurve, wo ich dachte, ich sei die Einzige, welche ihr Moppät rumträgt, spätestens war ich wieder dran und sehr beruhigt :) :) :) .

    Ich bin den gesamten Tag im absolutem Wohlfühlbereich gefahren :thumpup: , es hat einfach nur Spaß gemacht und die Blickführung "sitzt" wieder um Längen konzentrierter.

    Meine Fragezeichensitzposition habe ich deutlich selbst auf den Videos gesehen, dies hat sich so eingeschliffen, das wird dauern, bis ich es geändert bekommen werde.

    Unsere Trainerin fand ich klasse!!! Hier habe ich mich pudelwohl gefühlt !!!
    Die Rückmeldung bei den einzelnen Runden, die Nachbesprechungen, die Videoanalysen :thumpup:

    Das war es fürs erste :)
    Viele Grüße
    Sabine


    Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen. (Mark Twain)

    The post was edited 5 times, last by Falschfahrerin ().

  • Das klingt total spannend und neiderregend. DAS WILL ICH AUCH MAL!
    Bitte Bescheid geben, wenn Ihr das noch einmal plant!
    -Dorthe-

    Mit einem Hund braucht man daheim klare Regeln.
    Die wichtigste ist: bei Regen geht der Mann gassi.
  • Gerne :) - es war spannend, hat einfach nur Spaß gemacht und mir gezeigt, was mein kleines Motorrad problemlos noch so alles kann :)
    Viele Grüße
    Sabine


    Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen. (Mark Twain)
  • So, hier mal ein kleiner optischer Eindruck von unserem Kurventraining. Es fährt die mittlere Gruppe und ihr seht mal eine ganze Runde.
    Da ich zu doof bin, das Video hier direkt einzubauen, könnt ihr es euch leider nur über den Umweg in meine Dropbox ansehen.

    P.S.: Wenn mir mal jemand erklären kann, wie ich hier direkt ein Video einfügen kann, fände ich das toll. Das Icon "Filmstreifen", welches es wohl früher mal gab, finde ich nicht (mehr)?! :?.
    Viele Grüße aus Rösrath
    Michael_GL

    The post was edited 8 times, last by Michael_GL: Probleme mit der Verlinkung. ().

  • An alle Interessierten

    Den einleitenden Worten von Michael kann ich in allen Punkten nur voll und ganz zustimmen, verschafft einen glänzenden Eindruck von der ganzen Veranstaltung, die ich
    auch nur uneingeschränkt weiter empfehlen kann :thumpup: .

    Von mir das Wichtigste zuerst: es hat mega Bock gemacht, das war ein Tag Dauerkirmes mit freie Fahrt auf allen Geschäften und wie ich dann so bin, ich war immer nur auf
    meinem Liebsten, die Achterbahn zum selber fahren.

    Die Mopeds, in unserer Gruppe gingen von KTM 620, Einzylinder mit 50 PS und einem Fahrer der das schon mal gemacht hat und entsprechen am Anfang wohl am besten
    war bis hin zu einer BMW 1000 RR mit einem gut eingefahrenen Anfänger mit dem ich aber nicht hätte tauschen wollen. Ich lag da mit der guten alten 2V K100 nakisch schön
    im Mittelfeld und es fühlte sich vom Können und Moped her sehr passend an.

    Zur Strecke, die hatte ich mir im Vorfeld ganz bewusst ausgesucht weil es sich für meine Vorlieben im genau richtigen Geschwindigkeitsbereich abspielte. Durchgängig gut im
    2 Gang fahrbar, auf den 2 schnellen Passagen dann allerdings schon nah am roten Bereich, 7500 U/min, knapp über 80 km/h oder alternativ im 3 Gang. Aber dir Drehzahl gehört
    ja als Klanguntermalung auch einfach mit dazu, schließlich sind wir ja auf der Rennstrecke und nicht im Kinderkarussell!

    Fahrstil und Gelerntes, ich kam ja vor flingbrick eher aus der Fraktion HD Sportster und SR 500 und frönte somit der beschaulichen Fahrweise, Dinge wie Blickführung, Fußballen
    auf die Rasten oder der Reifen ist bis zur Kante bezahlt habe ich dann nach und nach versucht zu beherzigen, hier sei auch Moto Gymkhana noch mal als super Übung zur
    Fahrsicherheit ans Herz gelegt. Ich muss aber echt zugeben, vom Sachverhalt, die Schräglage des Mopeds in der Kurve dadurch zu reduzieren, das ich mich selbst, mit Oberkörper,
    Knie oder auch mit dem ganzen Gesäß zur Kurveninnenseite neige, hatte ich noch nichts gehört und bis Montag auch noch nicht drüber nachgedacht.
    Das hab ich dann auf der Renne ab Mittags kräftigst ausprobiert und dürfte ganz klar feststellen, das bei ungefähr gleicher Geschwindigkeit durch diese Technik das Moped noch deutlich
    mehr Reserven bereit hält. Diese wiederum in mehr Geschwindigkeit umzumünzen bedarf es allerdings noch reichlich mehr Übung. Die Haltung zum Lenker ist dabei ja stark verändert
    und somit erstmal recht ungewohnt.

    Das Ergebnis war dann 1 Tag später bei unserer Rückfahrt über kurvige Landstraßen zu spüren, nun konnte ich dank Muskelkater in den Oberschenkeln meinen Po nicht 1mm von der
    Sitzbank heben. Aber allein die veränderte Haltung mit dem Oberkörper, Arme und Knie bringt eine unglaublich neue Dynamik ins Kurvengeschehen und dabei geht es mir im Alltag jetzt
    nicht darum schneller unterwegs zu sein, es macht so irgendwie noch mehr Spaß als vorher und fühlt sich sicherer an weil ich merke noch Reserven zu haben und das war vorher nicht
    der Fall.


    ...... und wenn man dann am Ende eines Tourns , vor seinem Hinterreifen kniend, die Gummifetzen von der Kante des Reifens knibbelt :anbet2: , dann weiß man warum man morgens
    aufgestanden is! ;) ^^ :) !!!

    @ dorthe, ich werde das in 2 Jahren hoffentlich wiederholen dürfen, solange solltest du nicht warten, der Hunsrückring sei wärmstens empfohlen.
    Flyer (ThomasE)

    Bilder Jahrestreff 2019: photos.app.goo.gl/utDvTKmMVUh3giL99

    Bilder flyingbrick: goo.gl/photos/2his6iiHMqpa6oer6
  • Schöner Bericht, schönes Video, klasse gemacht. War das Frank der die Gruppe anführt?

    In der Tat eine interessante Alternative, zumal dies eine nicht vergleichbar ist zu den diversen Kurventrainings auf den gelb angehauchten Plätzen, sowas können die nicht bieten.
    Das war auch reiner Zufall dass ich das aufgegabelt hatte. Das war im April auf Mettet an dem Wochenende mit dem Wintereinbruch. Die waren an dem Wochenende auch da und hatten neben mir das Lager bezogen. Wir kamen ins Gespräch und dann fragten die ob ich Lust hätte auf einen Rotwein rüber zu kommen, war ja alleine dort.

    Gesagt <> getan...
    Dann rüber und als ich dazu kam lag eine zerschossene Verkleidung auf dem Boden mit einem Heizlüfter davor. Als ich die Frage stellte was die denn da vorhaben hatte ich den Rotwein in der Verkleidung noch nicht entdeckt, der drohte bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zu Eis zu werden.
    Nun, die Verkleidung war bei einem Sturz zerbröselt. Die Konversation der Jungs dann untereinander klang dann ungefähr so >> wieso hast dich eigentlich hingelegt? ...weis ich auch nicht so genau, hab vorne zu heftig gebremst als der sich vor mir hingelegt hat. da hättest du doch noch vorbeifahren können, oder? ja hätte gepasst, hab mich stattdessen aber hingelegt. soll ich das jetzt meinen Teilnehmern erzählen, weis nicht so genau....
    Naja, von dem Zeitpunkt waren die mir irgendwie sympatisch.

    Ja und dann kamen wir ins Gespräch und dann kam das Thema Training auf einer Kartbahn. Das fand ich spannend weil ich davon vorher noch nie was gehört hatte. So kam das zustande...

    Wenn wir die am 20.21. August in Mettet treffen sollten kann man ja mal bei Rotwein diskutieren ob es für Flying Brick einen Sonderrabatt gibt.
    Viele Grüße,
    Frank


    K1200R Sport

    K1100RR


    Nur wo "K" draufsteht ist auch "K" drin, egal ob verquert oder verziegelt ;)
  • Rabatt klingt immer gut :thumpup: :)

    Ja, das ist er - wir haben ihn aus unserer Gruppe "raus komplementiert" :lollol: zu den Guten :thumpup: , sein persönliches Pech bezüglich Schalthebel soll er selbst berichten :whistling:

    Das war klasse gelöst, wenig Gruppen gleichzeitig auf der Bahn und bei den einzelnen Törns war es so, der Trainer ist vorgefahren, dann wurde durchgewechselt, sodass jeder hinter ihr/ihm fahren konnte und es gab Runden, wo jeder vor dem Trainer gefahren ist, also quasi die Gruppe angeführt hat :)
    Mit Filmen :)

    Das selbst vorfahren, war spannend, weil Frau nun selbst die Linie suchen musste. Auf der Strecke verteilt waren kleine Hütchen für Brems- und Einlenkpunkt - aber die selbständig zu "treffen", war schon eine Herausforderung :ups:
    Viele Grüße
    Sabine


    Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen. (Mark Twain)

    The post was edited 3 times, last by Falschfahrerin ().

  • Der Preis ist absolut gerechtfertigt und ich glaube sogar unter recht günstig einzustufen, immerhin sind die mit Minimum 12 Leuten vor Ort, 11 eigenen Maschinen, reichlich Technik die vorher
    aufgebaut und hinterher abgebaut werden muss, Getränke, Obst, Mittagessen, für alle aus dem Team An- und Abreise ......und die Lokation ist nur für diese Veranstaltung gebucht, der Ablauf
    wird also nicht gestört oder von außen unterbrochen ( wenn man Glück mit den Wetter hat).

    Und wenn ich betrachte was ich dafür an neuen Erfahrungen und Gelernten mitnehmen kann ist das ein klasse Angebot.

    Kleiner flyingbrick- Freundschafts-Rabatt wäre natürlich trotzdem was Feines :) :thumpup: .
    Flyer (ThomasE)

    Bilder Jahrestreff 2019: photos.app.goo.gl/utDvTKmMVUh3giL99

    Bilder flyingbrick: goo.gl/photos/2his6iiHMqpa6oer6
  • Meine Bedenken bei so was (sieht man auch im Video): Man fährt eine Rennstreckenlinie. Das ist auf der Renne super, im realen Leben hängt man damit ständig im Gegenverkehr.
    Ich hab mir über die Jahre eine ausgeprägte Strassenlinie zugelegt, bei der ich das überfahren der (wenn auch häufig nur gedachten) Mittellinie als persönliche Niederlage betrachte. Diese funktioniert bei mir inzwischen ohne drüber nachzudenken.
    Bei so einem Training muss ich bewusst gegen diese antrainierte Linie arbeiten. Hatte ich bei meinem letzten SH-Training letztes Jahr auf einem Rundkurs schon festgestellt.
  • Ja - das war kein Strassentraining - bei mir war dies nicht der Fokus, warum ich teilgenommen habe. Wenn man den Schwerpunkt auf Strasse legt und es z.B. bei denen machen möchte, bieten sie auch so etwas an.

    Zur Historie, Frank11RS hatte sich in der Vergangenheit um ein solches Strassentraining bei uns im Bergischen schlau gemacht, Termine, Preise, Anbieter, ... und dann hieß es plötzlich - och, das kostet Geld, Strasse, ... das haben wir nicht nötig, ...
    Und wir haben die Mindestteilnehmerzahl leider nicht zusammen bekommen.

    Hier sind wir explizit und bewußt auf die Kartbahn gegangen :)
    Viele Grüße
    Sabine


    Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen. (Mark Twain)
  • naja, man übt das doch anschließend hoffentlich auf der Strasse weiter.
    Und da sollte man schon soweit übersetzen können, daß man dann nicht mehr die ganze Fahrbahn hat (zumindest solange man es nicht sicher anders erkennt), sondern stattdessen sich auf seine Seite beschränkt. Auf dieser halben eigenen Fahrbahn gelten dann wieder dieselben Regeln wie vorher auf der Rennstrecke - davon abgesehen, daß man auch auf der eigenen Fahrbahn nicht Anspruch darauf hat, daß nicht doch ein zwei- oder vierbeiniger Hirsch rumsteht oder ein Trecker einbiegt.
    mfg Klaus

    Franken sind garstig.
    Sie können es halt nur nicht so zeigen...
  • Lewellyn wrote:

    Meine Bedenken bei so was (sieht man auch im Video): Man fährt eine Rennstreckenlinie. Das ist auf der Renne super, im realen Leben hängt man damit ständig im Gegenverkehr.
    Ich hab mir über die Jahre eine ausgeprägte Strassenlinie zugelegt, bei der ich das überfahren der (wenn auch häufig nur gedachten) Mittellinie als persönliche Niederlage betrachte. Diese funktioniert bei mir inzwischen ohne drüber nachzudenken.
    Bei so einem Training muss ich bewusst gegen diese antrainierte Linie arbeiten. Hatte ich bei meinem letzten SH-Training letztes Jahr auf einem Rundkurs schon festgestellt.
    Sehe ich nicht so. Mittlerweile fahre ich schon ein paar Tage auf der Rennstrecke, kann aber nicht behaupten dass ich deswegen die Straßenlinie wegtrainiere ;)
    Viele Grüße,
    Frank


    K1200R Sport

    K1100RR


    Nur wo "K" draufsteht ist auch "K" drin, egal ob verquert oder verziegelt ;)
  • Hast du aber eben :)

    Dazu:
    1. sorry, wollte ihn nicht unterschlagen - ich heiße Klaus
    2. heißt du wirklich Falschfahrerin? :)
    3. über den Link zum Benutzer erfährt man auch den Namen
    4. habe jetzt die Signatur geändert, vielleicht ist es dann besser?
    mfg Klaus

    Franken sind garstig.
    Sie können es halt nur nicht so zeigen...
  • Moin
    Hallo ihr lieben Bergische.
    Das ist ja etwas richtig tolles was ihr da unternommen habt. Das wäre auch etwas für mich gewesen. Es ist wirklich beeindruckend wieviel man noch lernen kann.
    Ich bin hier oben im Nordwesten schon einige male in Papenburg gewesen.
    Link. ..
    better-ride.de/aktuelles/

    Auch hier kann man viel Spaß haben. ...ist aber eher " Rennstrecke ".
    Viel Spaß beim ausprobieren des Erlernten.
  • Besser :)
    nööö - aber mein richtiger Name steht seit jeher in der Signatur und viele kennen mich :ups:

    Ja, klar wird weiter geübt und zwar schön brav auf meiner Seite, wo ich die Mittellinie als Barriere sehe und möglichst immer versuche, diese nicht zu überschreiten, da ich leider viel zu oft erlebe, dass sich massig 2 und 4 Räder auf meiner Hälfte bewegen :kopfschuettel: und daher noch lieber weit außen bleibe.

    Wie ich eingangs geschrieben habe, mir ging es nicht um Geschwindigkeit, sondern um Blickführung (die schluderig geworden ist), Kurvenlinie und um ganz viel Spaß :)
    Ok - ich gebe es zu, von den beiden GS Fahrern wollte ich mich nicht abhängen lassen - das hat einfach nur Spaß gemacht, die letzten Runden waren wir nur noch die Beiden, die Trainerin und ich auf der Bahn :)

    Und das war das Schöne - keine Strasse, kein Trecker, keine spielenden Kinder, ... nur einfach entspanntes Fahren im Wohlfühlbereich :)
    Viele Grüße
    Sabine


    Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen. (Mark Twain)
  • Auch hier, wie im wahren Leben, es gibt nicht die eine, allgemein gültige Wahrheit die dann für alle zu gelten hat. Physikalische Gesetzte kann und will hier
    bestimmt keiner in Frage stellen aber selbst die hat mit Sicherheit noch nicht jeder bedacht. und dann kommen noch unglaublich viele persönliche Stärken
    und Schwächen, Vorlieben und Abneigungen, körperliche Voraussetzungen, Gewohnheiten und, und, und dazu.


    In der Überschrift steht "Kurventraining", und je mehr Aspekte und Meinungen hier einfließen, je interessanter und informativer wird es doch für jemand, der sich
    mit dieser Problematik auseinander setzen will und das alles durchliest Deswegen hab ich mir auch die Mühe gemacht meine ganz persönliche Situation und Sichtweise
    zu schildern, wenn auch nur einer was damit anfangen kann und es ihm weiterhilft ist doch gut :) .

    Und wenn in den Antworten auch nur ein Aspekt enthalten ist der mir weiterhilft, umso besser :thumpup: . Also, meinetwegen schreibt was immer euch zum Thema einfällt,
    auch Kontroverses mit ohne echten Namen sagt der Flyer :mrgreen: !
    Flyer (ThomasE)

    Bilder Jahrestreff 2019: photos.app.goo.gl/utDvTKmMVUh3giL99

    Bilder flyingbrick: goo.gl/photos/2his6iiHMqpa6oer6
  • FrankGL wrote:

    Sehe ich nicht so. Mittlerweile fahre ich schon ein paar Tage auf der Rennstrecke, kann aber nicht behaupten dass ich deswegen die Straßenlinie wegtrainiere ;)
    Hallo Frank,

    muss ich Dir zustimmen, denn auch auf der Rennstrecke fährt man im Idealfall die Strassenlinie, nur das halt die eigene Spur breiter ist und die Spur des Gegenverkehrs fehlt!





    Um nach dem begutachten des Videos mal nach FranK100RS zu "treten". Hier wäre aber schon noch etwas Luft nach oben beim Thema "hinterschneiden von Kurven"! Teilweise sind die schon noch sehr nah am Kurveninneren angefahren! Meint ein "Klugscheisser" aus der Oberpfalz!



    Duck und weccccccch!
    Gruß

    GerdTIR


    --->> Hier gehts zur Userliste ! <<---
    --->> k1100lt.de <<---

    Ich bin Oberpfälzer, kein Franke! Ein kleiner aber wichtiger Unterschied!

    "Ich bin kein besonderer Mensch, ich kann nur etwas besonders gut!" Walter Röhrl

    03´er K1200RS, Zumo 590, Schuberth SC1 Standard
  • Tach zusamm',

    zunächst mal ein herzliches Dankeschön an alle Mitfahrer! Wir sind auf eigener Achse an- & auch wieder abgereist - was nicht alle geschafft haben, freiwilig wie unfreiwillig... Und wie schon jede/r der Teilnehmenden für sich festgestellt hat, haben wir einiges gelernt, manches aufgefrischt, eine Menge Spaß gehabt und niemand ist nach dem Training schlechter gefahren als vorher. :thumbsup:
    Das zweite Dankeschön geht an Michael, der in seinem Eröffnungsbeitrag sehr gut und umfassend über die Veranstaltung an und für sich berichtet hat. :thumpup:

    Unser Spielplatz
    Hier mal eine Gesamtansicht der Strecke:
    [Blocked Image: http://fs5.directupload.net/images/160810/qc23qbrv.jpg]
    Dieses Foto habe ich beim MotoTeam ausgeliehen

    Es ist sehr schön zu sehen, daß die Strecke je nach Bedarf unterschiedlich umgebaut werden kann. Für das Kurventraining mit Motorrädern wird die Variante genommen, die laut MotoTeam 1700 Meter lang ist. Sie sieht so aus:
    [Blocked Image: http://fs5.directupload.net/images/160810/e9zsm2kb.png]
    Die hellrote Teilstrecke habe ich 'reingeflickt', da es keine Schemazeichnung der Motorradstrecke gibt. Leider gibt es auch keine Gewißheit, ob es die Strecke überhaupt in Zukunft noch geben wird, denn nicht nur der Flughafen 'Frankfurt'-Hahn steht zum Verkauf, sondern auch die Kartstrecke.

    Überraschend hohe Standards
    Der Veranstalter mit Sitz in Köln bietet noch auf anderen Strecken Trainings an, auch Renntrainings auf einer Reihe verschiedener europäischer Strecken und irgendwie hat sich auch ein Tourenwochendende in das diesjährige Angebot eingeschlichen. Neben dem schon von Michael angesprochenen hohen Standards soll nicht unerwähnt bleiben, daß immer auch ein Instruktor freigehalten wurde für eine sog. 'Jokergruppe'. An unserem Montag bestand die nur aus dem Trainer und einer noch ziemlich am Anfang ihrer Laufbahn stehenden Sportfahrerin. Ihr Freund fuhr in einer der Hanging Off-Grupppen, beide mit 'Rennsemmeln' ohne Straßenzulassung und bei uns entstand der Eindruck, daß sie das wohl weniger aus eigenem Antrieb als ihrem Freund zuliebe mitmachte. Da es zum Mitfahren in einer der regulären Gruppen wirklich nicht reichte kümmerte sich der Joker zunächst mal vormittags in 'Einzelunterricht' um die Teilnehmerin, nachmittags ist sie in der langsamsten roten Gruppe mitgefahren (meine ich, aber schwören möchte ich's nicht).

    Darf dä dat?!
    [Blocked Image: http://fs5.directupload.net/images/160810/xw6fvqom.png]
    Das darf der Joker nur, weil wir -kleine Welt...- beide was mit einer größeren Stadt im Bergischen zu tun haben und er zusätzlich jahrzehntelanger BMW-Fahrer gewesen ist und wie ich dem letzten 'richtigen' BMW-Motorradhändler samt Werkstatt in unserer Gegend nach[i]trauert .[/i]

    Aus den Beiträgen von FrankGL und Michael wurde es ja schon zurückhaltend angedeutet: Gegen solch ein Angebot kann kein gelb ausgeflaggter Übungsplatz anstinken:
    - die Organsiation war mehr als gut,
    - das Preis-Leistungsverhältnis wirklich angemessen,
    - der Personaleinsatz ist ein Mehrfaches dessen, was ich je bei irgendwelchen anderen Anbietern von Sicherheits- oder Perfektionstrainings gesehen habe (durchschnittlich fünf Fahrer/innen pro Instruktor/in) und
    - die Binnendifferenzierung der Teilnehmenden je nach ihren Möglichkeiten habe ich so ebenfalls noch nirgendwo erlebt.

    Jede Jeck is' anders - Instruktor/inn/en auch
    Nicht verschweigen will ich, daß die einzelnen Instruktor/inn/en unterschiedliche Stärken hatten, was sicher auch normal ist, aber alle hatten das, worum es uns ging, absolut gut drauf und fuhren von Anfang bis Ende beispielhafte Linien - und sagten auch sofort in der Nachbereitung, wenn sie mal einen Einlenk- oder Scheitelpunkt versemmelt hatten. Die meisten sind im Nebenberuf Instruktoren, einige machen das hauptberuflich und arbeiten dann auch für andere Organisationen bzw. Firmen. Ich habe selbst zwei ein wenig kennengelernt, weil ich eigentlich dachte, wir gehen alle in eine Gruppe, um zusammen zu fahren und zu lernen - aber schon in der zweiten Session waren wir fünf in vier verschiedene Gruppen 'versetzt'.
    Die Instruktorin, von der Michael und Sabine schon berichtet haben, hat auf mich den besten Eindruck gemacht, denn sie hat sowohl auf der Strecke wie auch im Theorieteil am gelungensten umgesetzt, was der Teamchef zur Begrüßung unmißverständlich angesagt hatte: "Das hier ist kein Renntraining! Hier geht es um eine Verbesserung der Linie, die Ihr im Straßenverkehr fahrt, es geht nicht um Geschwindigkeit!" Natürlich hat er auch noch einen Schlenker gemacht und auf die verschiedenen Streckentrainings hingewiesen, die für diejenigen im Angebot seien, denen es um Geschwindigkeit ginge. In zwei Gruppen, die von Beginn an schon mit Körpereinsatz bis zum Hanging Off fuhren, sollte das abschließend vorbereitet werden; sechs Gruppen waren als reines Kurventraining unterteilt in drei weniger schnelle und drei etwas schnellere. Mit einigen Versetzungen oder Wanderungen zwischen den Gruppen (bei uns: Klaus und ich selbst) hatten die Selbsteinschätzungen der Teilnehmenden eine erstaunlich hohe Trefferquote.
    Im ersten bzw. in den ersten beiden Turns und der zugehörigen Besprechung ging es um das Kennenlernen der Strecke mit ein paar Besonderheiten wie z.B. zwei leichte Senken oder eine nach außen abfallende Kurve (zu der später mehr...) und das Einüben der Regeln für Positionswechsel, Fahren durch die Schikane zum Überholen einer Gruppe, Fahren durch die Boxengasse, um eine Gruppe überholen zu lassen, Bedeutung von Flaggensignalen und auch für den Fall der Fälle das Verhalten bei einem evtl. Sturz. Zu Beginn bekam Jede/r Gelegenheit ein oder zwei Runden hinter dem / der Instruktor/in herzufahren, den Rest des Tages war man dann immer mal wieder davor und wurde gefilmt. Ob dann in den Auswertungen mit Skizzen auf dem Flipchart oder mit Wiederholungen von Videosequenzen gearbeitet wurde oder mit beidem, ob man die Sitzhaltung auf der Biertischbank und dann auf einer Maschine mit Hauptständer demonstrierte bzw. übte oder ob es einen gemütlichen Stuhlkreis gab, das war von den Instruktor/inn/en und den sich unterschiedlich im Tagesverlauf entwickelnden Schwerpunkten abhängig.

    So geht es heute Abend später noch etwas weiter:
    * Nicht mit dem Messer zwischen den Zähnen!
    * Tschüß Fußrasten! Die Grenzen einer serienmäßigen K 12 oder: Schaltgestänge Nr. 3
    * Ein dreitägiges Gemeinschaftswerk des Stammtischs im Bergischen

    In diesem Sinne: Fortsetzung folgt... :)
    [Blocked Image: http://www.taz.de/taz/gifs/nf/k_taz.mini.gif] Frank - seit 125.000 km nur echt mit Piemontkirsche GT