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Bergische waren beim Kurventraining - mit Video in Eintrag 5

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  • Das Mädel ist m.W. ganztägig in der Joker"gruppe" gewesen, unsere Gruppe hat bis zum Schluß drauf geachtet. Das Jokerangebot fand ich von der Organisation her super durchdacht :thumpup:
    Viele Grüße
    Sabine


    Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen. (Mark Twain)
  • Nachdem nun alle anderen Teilnehmer schon eigentlich alles gesagt haben, hier mein Senf:

    Riesendank an FrankGL als Initiator!!!

    Jeder Kilometer (incl. 330 Womo-Anreisekm) war es wert. Der gesamte Tag bekommt einen Kreis im Kalender. :sunny:

    Ich war super zufrieden, nochmal Dank an alle Mitreiter, dass Ihr mich mitgenommen habt.

    VG aus Gö
    Klaus
  • Lewellyn wrote:

    Meine Bedenken bei so was (sieht man auch im Video): Man fährt eine Rennstreckenlinie. Das ist auf der Renne super, im realen Leben hängt man damit ständig im Gegenverkehr.

    Auch von mir dazu noch ein Satz: natürlich war das eine Rennstrecke und keine reale Straße. Aber genauso natürlich gibt es 1. auch "draussen" breite Straßen. Und 2.: draussen ist für mich die Mittelinie die Begrenzung, die hier die durch die Wiese gegeben war. Insofern kann man das schon vergleichen und vieles davon mitnehmen.
    Was, konnte ich schon heute wieder, als es mich in der trockenen Phase des Tages mal in die Eifel geführt hat, anwenden. Ich bin mit einem ganz anderen Kurvengefühl und mehr (gefühlter) Sicherheit gefahren, wenn auch nicht unbedingt schneller. Aber die Linie passte.
    Viele Grüße aus Rösrath
    Michael_GL

    The post was edited 1 time, last by Michael_GL ().

  • Tach zusamm',

    leider zickt meine Hardware was herum - die optische Funkmaus braucht ein 'Warm Up' von 20 Minuten, bevor sie normal funktioniert.Falls jemand das Problem kennt, bin ich für einen Tip dankbar. Und sonst landet die Maus die Tage auf dem Mäusefriedhof...
    Mit etwas Verspätung nun das nächste Stückchen vom Kurventraining:

    Nicht mit dem Messer zwischen den Zähnen!
    Kaum hatte ich den ersten Turn in der nun 'etwas' schnelleren Gruppe hinter mir, gab es den Anpfiff des Instruktors - an alle:
    Genau so sollten wir gefälligst niemals in einer Gruppe im öffentlichen Straßenverkehr fahren! Wir würden ja alle ohne Ausnahme nur versuchen, möglichst flotte Runden zu drehen und die Linie interessiere wohl niemanden mehr. Die Variante "Vollbremsung - Abwinkeln -Vollgas" sei aber nur selten mit einem runden Fahrstil verträglich. Der einzige, der das dürfe, sei unser Junior mit seiner etwas schwachbrüstigen DR 350, die er mit einem Taschengeldbudget in Richtung Supermoto umzubauen versucht hatte.
    Leider war diese Ansprache komplett berechtigt. :S Selbst ich war mit der Piemontkirsche zum Pseudoracer geworden und hatte mich nicht an den Vorgaben des Instruktors orientiert, sondern nach dem Motto "zwar längster Radstand & fettestes Gewicht, aber höchste Leistung und meiste Erfahrung" war ich so losgekachelt, daß wir in meiner zweiten Führungsrunde schon die vor uns fahrende, ebenfalls "etwas schnellere" Gruppe eingeholt hatten und das wiederholte sich dann noch dreimal bei den anderen Gruppenmitgliedern, nur mit Ausnahme unseres Youngsters mit seiner DR. Der Instruktor mußte dann jedes Mal wieder eine Führungsrunde übernehmen, uns durch die Schikane zum Überholen lotsen oder seinen Kollegen zur Durchfahrt durch die Boxengasse 'überreden', um uns vorbeizulassen.
    Dieses (Fahr-) Verhalten brachte unnötige Unruhe in alle Gruppen, denen wir so auf die Pelle gerückt waren und auch wir selbst waren mit anderen Dingen beschäftigt als den in der Fahranweisung enthaltenen Aufgaben.
    "Wenn Ihr Euch so gegenseitig hochschaukelt, seid Ihr früher oder später an einem Limit, entweder an Eurem eigenen oder an dem, was die Strecke ab kann. In beiden Fällen landet Ihr unplanmäßig, wenn es gut geht, auf zwei Rädern auf dem Grünstreifen, wenn es blöd kommt auf der Strecke und testet die Schutzfunktion Eurer Klamotten. Dann ist das Training auch schon mal ganz schnell zu Ende. Die Gründe könnt Ihr Euch sicher vorstellen: weder gebrochene Knochen noch Hebeleien an der Maschine passen zum Kurventraining."
    Er sollte Recht behalten. Schon im letzten Set vor der Mittagspause brach plötzlich Hektik aus, als die "Hanging Off-Fraktion" auf der Strecke war. Zum Glück hatten sich nur Fahrer und Maschine relativ unspektakulär in einer Kurve getrennt (das Moppätt war schneller...). Die Gründe haben mich nicht interessiert, weil ich gerade mein Gulasch bekam...
    Wahrscheinlich kennt Ihr das in der einen oder anderen Art und Weise auch von Euch selbst: In der Gruppe will sich niemand eine Blöße geben und es wird immer schneller oder Euch überholt irgendein Joghurtbecher, dem Ihr mal eben noch zeigen müßt, daß unsere Alteisen ihrer Zeit fahrwerkstechnisch so weit voraus waren, daß wir auch heute nach alle in den Sack stecken, wenn wir nur wollen. Oder so ähnlich...
    Aber das war noch nicht alles. :ups:

    Das war aber nun meine Mittagspause. Fortsetzung folgt...

    * Tschüß Fußrasten! Die Grenzen einer serienmäßigen K 12 oder: Schaltgestänge Nr. 3
    * Ein dreitägiges Gemeinschaftswerk des Stammtischs im Bergischen

    & tschüß bis später! :)
    [Blocked Image: http://www.taz.de/taz/gifs/nf/k_taz.mini.gif] Frank - seit 125.000 km nur echt mit Piemontkirsche GT
  • Mir hat der Tag riesig viel Spaß gemacht, aber für mich ist und bleibt es ein Training auf der Rennstrecke (ok - für mich in der Anfängergruppe, Schneckenrennen) und ersetzt in meinen Augen kein klassisches Fahrsicherheitstraining (Gefahren ausweichen, Bremsübungen, ...) .

    Es wurde klar angesprochen, dass wenn man weitermachen/üben möchte, man in die oberen (Renn)Ränge aufsteigen kann.
    Viele Grüße
    Sabine


    Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen. (Mark Twain)
  • Moin zusammen,

    das klingt ja wirklich sehr interessant und lehrreich. Wir (Sybille und ich) besuchen zwar zusammen schon
    fast regelmäßig ADAC-Motorrad-Trainings, aber selbst auf deren größeren Plätzen ist es mit ein paar
    im Zusammenhang fahrbaren Kurven eher mau bestellt. Das sieht auf so einem Platz ja ganz anders aus.
    Muss ich mal im Hinterkopf behalten!

    Danke und Grüße,
    Hans
  • Danke für den sehr interessanten Bericht. :thumpup: :thumpup: :thumpup: :thumpup:

    Der STU-STA diskutiert, ob so ein Event auch für uns in Frage kommen könnte.
    Gruß Peter
    __________________________________________
    F 750 GS ( seit 28.03.2019 ) mann wird halt älter :shock:
    mein Revier ist der Nordschwarzwald
    Früher war nicht alles schlechter ....
    bin dabei seit : 25.09.2003
  • FranK11RS wrote:

    Das war aber nun meine Mittagspause. Fortsetzung folgt...
    Hi Frank, das war am 11.08. :shock: :shock: :shock:

    Mich würde die Fortsetzung schon stark interessieren :anbet2: :anbet2: :anbet2: :anbet2: :anbet2:
    Gruß Peter
    __________________________________________
    F 750 GS ( seit 28.03.2019 ) mann wird halt älter :shock:
    mein Revier ist der Nordschwarzwald
    Früher war nicht alles schlechter ....
    bin dabei seit : 25.09.2003
  • Recht hast Du Peter,...

    ... aber ich müßt noch die Rasten fotografieren und dann die Geschichte dazu aufschreiben, was derzeit mal am Wetter (lieber Motorrad fahren als über's Motorradfahren schreiben...), mal an meiner derzeit etwas knappen Freizeit scheitert.
    Immerhin habe ich schon ein Schema des Kurses bearbeitet, um das es dabei gehen wird - ein Anfang ist also gemacht.

    Die Fortsetzung kommt aber noch, großes Ziegelfliegerehrenwort!

    Bitte noch ein kleines bißchen Geduld... :ups:
    [Blocked Image: http://www.taz.de/taz/gifs/nf/k_taz.mini.gif] Frank - seit 125.000 km nur echt mit Piemontkirsche GT
  • das wird bestimmt spannend. :thumpup: :thumpup: :thumpup:

    da freu ich mich drauf und spendiere deshalb auch noch etwas Geduld.

    :tappingfoot: :tappingfoot: :tappingfoot: :tappingfoot: :tappingfoot: mach hinne, zum Moped fahren ist es doch zu heiß :sunny: :neener: :sunny: :neener: :sunny:
    Gruß Peter
    __________________________________________
    F 750 GS ( seit 28.03.2019 ) mann wird halt älter :shock:
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    Früher war nicht alles schlechter ....
    bin dabei seit : 25.09.2003
  • Lewellyn wrote:

    Meine Bedenken bei so was (sieht man auch im Video): Man fährt eine Rennstreckenlinie. Das ist auf der Renne super, im realen Leben hängt man damit ständig im Gegenverkehr.
    DANKE!
    Ich hatte schon befürchtet, ich bin der einzige mit diesen Bedenken.

    GerdTIR wrote:

    muss ich Dir zustimmen, denn auch auf der Rennstrecke fährt man im Idealfall die Strassenlinie, nur das halt die eigene Spur breiter ist und die Spur des Gegenverkehrs fehlt!
    Nein, das sehe ich rein gar nicht so. Straßenlinie heißt: Immer ultimativ weit rechts fahren, und nicht die eigene Fahrbahnbreite auszunutzen.

    Eigene Fahrbahn ausnutzen heißt, in Linkskurven ist der Kopf schnell mal über der Gegenfahrbahn.
    Und eigene Fahrbahn ausnutzen heißt auch, wenn der Gegenverkehr mal trieft und zu weit nach links kommt, nimmt er mich voll auf die Hörner. Bei ~ 200 km/h Geschwindigkeitsunterschied auf Landstraßen hat man da keine Zeit mehr zu reagieren.

    Bei meinem Fahrsicherheitstraining letztes Jahr wurden wir gut geschult, ultimativ weit rechts zu fahren. Das fand ich herausfordernder, als die maximale Schräglage meiner Maschine auszuloten. Gerade in Linkskurven ganz am rechten Rand zu bleiben, ist nicht ohne.
    Aber das Aha-Erlebnis hatten wir noch während der Übungsausfahrt. Auf einer etwas schmaleren Kreisstraße südlich von Heilbronn. Wären wir da gefahren, wie man es normalerweise macht, hätte es ordentlich gekracht. Dabei war der Gegenverkehr "nur" ein Sharan, kein LKW oder Bus oder so. Aber er fuhr halt "nur" eine Reifenbreite auf unserer Seite, und hat die uns verbleibende Fahrbahnbreite mal eben auf < 2m reduziert.
    Grüße von der Gummiente 8):

    Aller guten Dinge sind Drei! (Reinhard Mey)

    Fluchtursachen bekämpfen! Gegen Hunger, für Bildung.
  • rubber-duck wrote:

    GerdTIR wrote:

    muss ich Dir zustimmen, denn auch auf der Rennstrecke fährt man im Idealfall die Strassenlinie, nur das halt die eigene Spur breiter ist und die Spur des Gegenverkehrs fehlt!
    Nein, das sehe ich rein gar nicht so. Straßenlinie heißt: Immer ultimativ weit rechts fahren, und nicht die eigene Fahrbahnbreite auszunutzen.
    Eigene Fahrbahn ausnutzen heißt, in Linkskurven ist der Kopf schnell mal über der Gegenfahrbahn.
    Und eigene Fahrbahn ausnutzen heißt auch, wenn der Gegenverkehr mal trieft und zu weit nach links kommt, nimmt er mich voll auf die Hörner. Bei ~ 200 km/h Geschwindigkeitsunterschied auf Landstraßen hat man da keine Zeit mehr zu reagieren.

    Bei meinem Fahrsicherheitstraining letztes Jahr wurden wir gut geschult, ultimativ weit rechts zu fahren. Das fand ich herausfordernder, als die maximale Schräglage meiner Maschine auszuloten. Gerade in Linkskurven ganz am rechten Rand zu bleiben, ist nicht ohne.
    Aber das Aha-Erlebnis hatten wir noch während der Übungsausfahrt. Auf einer etwas schmaleren Kreisstraße südlich von Heilbronn. Wären wir da gefahren, wie man es normalerweise macht, hätte es ordentlich gekracht. Dabei war der Gegenverkehr "nur" ein Sharan, kein LKW oder Bus oder so. Aber er fuhr halt "nur" eine Reifenbreite auf unserer Seite, und hat die uns verbleibende Fahrbahnbreite mal eben auf < 2m reduziert.
    Hallo,

    ich gestehe Dir gerne zu eine sehr defensive Fahrweise zu praktizieren, da es jedem selber oliegt wo er beim Motorradfahren seinen Spass hat!

    Wobei Du bei meinen Aussagen aber einiges durch einander gebracht hast. Die linke Seite meiner Fahrspur auszunützen heist nicht in Linkskurven mit dem Motorrad an der Mittellinie zu kleben und den Oberkörper in den Gegenverkehr zu neigen. Danke, ich bin kein Selbstmörder - das sehe ich oft genung bei den "defensiven'" Fahrern die zuviel Respeckt vor Schräglage haben. Die meissten Motorräder können wesentlich mehr als Ihre Fahrer.

    Was ich meine wird am besten veranschaulicht bei dem Video vom IFZ das Gourmetrider letzthin mal zittiert hat.



    Mir geht es hier weniger um die spektakulären Bilder am Anfang sondern eher um die Erklärung ab so ca. 4:20 hier wird genau beschrieben warum man so fahren sollte. Auf der Grafik sieht man auch sehr schön die Spur des Gegenverkehrs eingezeichnet.

    Für mich liegen folgende Vorteile auf der Hand:
    • Bei der Schräglage suche ich bei Linkskurven die rechte Seite meiner Spur, bei Rechtskurven die linke Seite meiner Spur. Ich klebe nicht direkt am äussersten Rand des jeweiligen Bereichs, da bei Rechtskurven der Gegenverkehr mal über der Mittellinie kommen kann und bei Linkskurven mal Dreck und Steine am rechten Rand liegen können.
    • Ich kann wesentlich weiter in die Spur einsehen
    • Ich habe mehr reserven wenn die Kurve zumacht oder ein unerwartetes Hindernis auftaucht.
    • Ich komme mit dieser Technik immer am weitesten Entfernt vom Gegenverkehr am Kurvenende an.
    Wenn Du wie beschrieben eine Rechtskurve immer ganz rechts aussen nimmst, und das Motorrad mit einer normalen Geschwindigkeit um die Kurve fährst landest Du am Ausgang der Kurve zwangsläufig immer am Mittelstrich! Das wäre mir immer zu gefährlich!

    Mich würde interessieren was bei dem von Dir angeführten Training genau gelaufen ist. Ich habe bisher Trainings beim ADAC in Regensburg und Forchheim und bei Klaus in Weiherhammer mit gemacht, so ein dogmatische Aussage aber noch nirgens gehört!

    Wie schon geschrieben, was Du tust ist Dir überlassen! Ich möchte aber darum bitten die von Dir festgelegten Vorgehensschemen nicht über das allgemein gültige Wissen zu stellen. Das IFZ ist ein anerkanntes Institut für Zweiradsicherheit und hier denke ich wird kein unsicheres Verhalten empfohlen.
    Gruß

    GerdTIR


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    Ich bin Oberpfälzer, kein Franke! Ein kleiner aber wichtiger Unterschied!

    "Ich bin kein besonderer Mensch, ich kann nur etwas besonders gut!" Walter Röhrl

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  • GerdTIR wrote:

    Wenn Du wie beschrieben eine Rechtskurve immer ganz rechts aussen nimmst, und das Motorrad mit einer normalen Geschwindigkeit um die Kurve fährst landest Du am Ausgang der Kurve zwangsläufig immer am Mittelstrich! Das wäre mir immer zu gefährlich!
    Komisch. Dann mach ich irgend was falsch, und die Instruktoren erst recht. Ich lande ab und zu in Richtung Mittelstrich, aber längst nicht immer und nicht zwangsläufig. Dass es den Instruktoren auch nur ansatzweise passieren würde, hab ich nie mitbekommen. Und dass die langsam gewesen wären, trifft nicht zu - bei Bedarf sind die allen davon gefahren.

    Und, sorry, aber dass die Vorgehensschemen von mir festgelegt wären, ist absoluter Blödsinn. Nur weil ich das hier weitergebe, soll das aus meiner eigenen Quelle sein?
    Letztes Jahr gab es die Gelegenheit, als Gruppe aus dem Forum bei so einem Training dabei zu sein --> klick. Das Interesse war leider zu gering.

    Das IFZ beschäftigt keine allwissenden Götter, und es gibt auch eine Weiterentwicklung des Wissens. Was in dem Video erklärt wird, war bis vor wenigen Jahren auch Lehrinhalt bei der Verkehrswacht. Inzwischen ist man dort aber zu der Erkenntnis gekommen, dass dieses weiter in die Kurve einsehen zu können nicht den Vorteil bringt, den man sich verspricht. Dagegen sorgt das außen anfahren der Kurve für ein zusätzliches Risiko, weil das genau der Bereich ist in dem der Gegenverkehr auf meiner Spur ist, wenn er die Kurve schneidet. Am Kurvenende maximal weit vom Gegenverkehr entfernt zu sein tust du anscheinend auch überbewerten. Für den Gegenverkehr ist das der Kurvenanfang, und dort schneiden die wenigsten die Kurve.

    In Kurven "zumachen" und nach innen auszuweichen ist ungleich schwieriger, als "aufmachen" und nach außen auszuweichen, da erzähle ich sicher nichts Neues. Selbst wer die Kurve außen anfährt, sieht eventuelle Hindernisse bei den gefahrenen Geschwindigkeiten nur sekundenbruchteile eher. Da von "wesentlich eher" zu reden, halte ich für tendenziös. Die Zeit wird m.E. mehr als aufgezehrt, wenn man dann weiter in die Kurve reinziehen muss.

    Wie tendenziös dieses IFZ-Video ist, erkennt man wunderbar bei ~ 6:30 und ~ 7:30. Beim "roten" Fahrer wird einfach davon ausgegangen, er behält seine Geschwindigkeit bei. Beim "grünen" Fahrer ist es ganz selbstverständlich, dass er eine engere Kurve fährt und das langsamer.
    Gesteht man dem "roten" Fahrer zu, dass er seine Geschwindigkeit dem Kurvenradius anpassen darf, bleibt er um die ganze Kurve herum am rechten Rand und kommt nicht dem Gegenverkehr gefährlich nahe. Und unterstellt man dem "grünen", dass er seine Geschwindigkeit beibehält, macht er noch wesentlich eher einen Abflug.
    Aber das passt ja nicht ins Weltbild.

    Du hast Recht, es ist letztendlich jedem selbst überlassen was er tut. Aber was "richtig" ist, definiert nicht die Mehrheit. Und auch Koryphäen und Institutionen können irren, egal ob sie IFT oder Papst oder was auch immer sind.
    Sei halt einfach das nächste mal dabei beim Fahrsicherheitstraining hier im Strohgäu. So was weitet den Horizont ;)
    Grüße von der Gummiente 8):

    Aller guten Dinge sind Drei! (Reinhard Mey)

    Fluchtursachen bekämpfen! Gegen Hunger, für Bildung.
  • Hallo,

    Ich möchte jetzt gar nicht weiter zitieren. Wenn Du bei ganz rechts gefahrenen Rechtskurve auch rechts raus kommst ist das für Dich in Ordnung.

    Bei mir gehört Schräglage und etwas Geschwindigkeit zum Motorrad fahren dazu. Wenn ich das Mopped so wie beschrieben rum schieben müsste würde ich lieber das Fahrrad nehmen.

    Was meinst Du für neue Erkenntnisse bei der Verkehrswacht? Seit dem entstehen der Welt hat sich an der Physik nichts geändert. Ich denke das kann auch die Verkehrswacht nicht.

    So wie der Aufbaukurs beschrieben ist, ist das der selbe Lerninhalt wie beim ADAC. Wenn die Instruktionen den anderen Wegfahren, dann fahren die niemals so wie von Dir beschrieben.

    Wie gesagt, jedem der Fahrstil der Ihm gefällt. Ich finde es nur gefährlich solche falschen Weisheiten als neueste Technik hin zu stellen.

    Ich fahre seit Jahren als Guide mit den unterschiedlichsten Leuten. Die gefährlichsten Situationen hatten genau diese Leute. Bei unserer diesjährigen Frankreich Tour hatten wir auch so eine Diskussion. Das ginge nicht anders wir würden alles fasch machen. Dann haben wir zur Gegenprobe geladen. Nach dem der Kollege sich mal zwischen mich und MartinAA eingereicht hatte und unsere Linie ausprobierte, war er begeistert. Da man der üblichen und weitestverbreiteten Methode, die von seiner bisherigen Fahrtechnik abweicht, viel flüssiger fahren kann und wesentlich weniger massiv Bremsen und Beschleunigen musste. Alles viel Harmonischer ablief. Nach zwei Fahrtagen war ein massiver Fortschritt zu sehen und sein Hinterreifen hatte nur noch 5 mm unbenutzten Rand links und rechts. Er war wesentlich ruhiger weil alles flüssiger lief.

    Wir haben bei solchen Touren einen Verbrauch von knapp um die 5,7 Liter mit unseren 12ern. Ich denke mal da kann man nicht von Hirnlosem Rasen sprechen.

    Die meiste die diese abweichende Linie Linie fahren haben zuviel Respekt vor der Schräglage, daher werden Kurfen immer Innen genommen. In den Filmen so gut wie immer die Rote Linie. Oder fahren absolut devensiv, das ist aber dann eher Motorrad rollen und hat mit aktivem Fähren nichts zu tun.

    In einer Kurve liegend enger zu fahren ist kein Problem, da man nur am Kurven inneren Lenker einen kleinen Impuls nach vorne geben muss. Die Schräglage wird tiefer und dadurch der Kurven Radius enger. Wenn man dann aber schon zu weit rechts ist und der Kopf ist gefährlich nahe an den Begrenzungsmarkierungen vorbei saust bekommt man sicher Probleme mit dem Platz.
    Gruß

    GerdTIR


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    The post was edited 1 time, last by GerdTIR ().

  • ist halt wie mit Sex: manche reden lieber nur drüber oder schauen Filmchen...
    mfg Klaus

    Franken sind garstig.
    Sie können es halt nur nicht so zeigen...
  • Ich?
    Ich fahre zur Zeit dank des schönen Wetters mit dem K-rad mo+abends je über eine Stunde durch nette Gegend mit der K. Falls ich den kürzesten Weg finde, was nicht sicher ist.
    Ohne was zu sagen.
    Zzgl., was sich am Wochenende noch ergibt.

    Dadurch fahre ich im Sommer deutlich mehr als ich rede.

    Oder worauf wolltest du raus???
    mfg Klaus

    Franken sind garstig.
    Sie können es halt nur nicht so zeigen...
  • Guten Morgen :)
    über die Linie gibt es hier auch eine Vorgabe, alles maximal Mitte anfahren, Kehren im Gegenverkehr.
    Das hat zur Folge, das gestern eine Fahrerin fast ein Kind überfahren hätte, welches korrekt auf seiner Spur war.
    Und eine Kehre weiter fast frontal in einem Auto gelandet wäre.
    Weil Kind und Autofahrer gut reagiert haben, ist nichts passiert.
    Da ich direkt dahinter war, konnte ich es gut sehen.

    Ich finde solche Linien lebensgefährlich, werden hier aber als das Ultimo “verkauft“.
    Viele Grüße
    Sabine


    Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen. (Mark Twain)