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Frage zur Wirkungsweise der Schmiermittel

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  • Frage zur Wirkungsweise der Schmiermittel

    Meine Idee der Wirkungsweise der Schmiermittel:

    Kardanverzahnung: Hier braucht es z.B. Staburags, damit die schmierende Schicht unter Druck nicht wegfließt. Die Schmierschicht klebt quasi fest, die zwei Flanken haben wenig bis keine Geschwindigkeit zueinander.

    Schnell laufende Flanken: Schmierstoffe mit öliger Konsistenz. Das Schmiermittel haftet ebenfalls auf den Flanken.

    Meine Frage: Wäre es z.B. beim Nippel des Kupplungszuges nicht besser, Staburags zu verwenden statt ein leicht fließendes Öl? Der Nippel hat ja nur wenig Drehbewegung.
  • Matthias C. wrote:

    Meine Frage: Wäre es z.B. beim Nippel des Kupplungszuges nicht besser, Staburags zu verwenden statt ein leicht fließendes Öl? Der Nippel hat ja nur wenig Drehbewegung.
    Ganz normales Schmierfett tut's auch.

    Das besondere beim Staburags ist, dass es für extreme Drücke vorgesehen ist - darum ist das Zeug bei der Schiebeverzahnung vom Kardan und vom Getriebe richtig, aber beim Kupplungshebel hast Du diese Drücke hoffentlich nicht :mrgreen:
    Gruss aus der Westschweiz,
    - Joerg


    --
    Meine Motorradseiten | Unser Moto-Chalet.ch | 1990er K100LT und R80GS
  • An der Nippelaufnahme verwende ich seit jeher nur Silikonfett (Bremsenfett z.B.)
    Genauso an den Enden des Kupplungszuges zwecks Abdichtung, und im Antrieb des Gaszuges.
    Mir ist noch nie ein Zug gerissen, und das in 34 Jahren.....

    Stabu ist ne abolute Hochdruckpampe, das brauchst du im Nippel nicht.
    Das zieht dort eher Dreck an, oder es hindert durch seine Zähigkeit die Bewegung.
    Nicht anzuraten.....

    Beim HA ist Stabu angebracht, aber die Problematik ist etwas seltsam.
    Ich habe schon Kisten gesehen, da war die Verbindung zusammenkorrodiert, und nur mit Gewalt zu trennen,
    aber die Verzahnung war nicht abgerieben. Keine Schmierung war jemals durchgeführt worden.
    Und dann der Besitzer einer K, der Stein und Bein schwor, immer geschmiert zu haben, und die Verzahnung
    war schön bogenförmig hinüber...aber gut grau benetzt.....
    Ich meine, es kommt eher auf die praktische Koaxialität der beiden Wellenstummel an.
    Bei einem Versatz kann das nicht ausgeglichen werden, und das Wellenende "taumelt" (hohe Drehzahl)
    Das führt zu Kantenlauf und -pressung in der Steckverbindung, die idealerweise keinerlei Relativbewegung aufnehmen muß.
    Stabu verteilt aufgrund der Zähigkeit den Druck etwas, und verhindert auch Reibkorrosion, dichtet ab.
    In minder schweren Fällen reicht das aus, und verzögert den Ausfall hinaus, also mehr als sinnvoll.
    In ganz schweren Fällen von Versatz hilft es auch nicht mehr.
    Es ist auch ganz schwierig, eine Welle der 2Vs aufzunehmen, und den Achsversatz AUS/EIN zu messen.
    Da müßte man eine Vorrichtung bauen, und die Verzahnungen auf beiden Seiten direkt aufnehmen können.
    Ich könnte mir vorstellen, das das Einpressen in den Gummi auch nicht mit der höchsten Präzision erfolgen wird,
    und dann ist das grundlegende Problem bereits gesetzt.
    Eine Lösung wäre schlicht ein zweites Kreuzgelenk hinten, aber das belastet mit seinem Gewicht das Halslager zusätzlich,
    und ebendieses ist auch eine sehr knapp ausgelegte Geschichte....

    Bernd
  • Das Motoröl
    schmiert
    kühlt
    dämmt Geräusch
    transportiert Abrieb, Schmutz
    schützt vor Korrosion.
    Gruß Helmut
    Mit dabei
    seit 05/2002
  • HelmutAN wrote:

    Das Motoröl
    schmiert
    kühlt
    dämmt Geräusch
    transportiert Abrieb, Schmutz
    schützt vor Korrosion.
    UND HINTERLÄSST BEI NICHT SACHGERECHTER ANWENDUNG HÄSSLICHE FLECKEN AUF DEM GARAGENBODEN :D :D
  • Klaus_TBB wrote:

    Es gibt schon noch Stellen, an denen Staburags zum Einsatz kommen sollte:
    • Verzahnung zw. Getriebeeingangswelle und Kupplungsreibscheibe
    • Der große Druckring zw. Kupplungsgehäuse und Tellerfeder
    • ...

    Ich mag zwar das Straburags auch sehr gern, geb Dir auch im großen ganzen Recht,
    aber bitte nicht auf der Kupplungsreibscheibe ;)
    Gruß

    Sandy
  • ausgezeichnete Dienste leistet das zueug auch an den stahlbllzen, die den fussrastenträgern (alu) die Möglichkeit geben sollen, hochzukippen.

    So ab 10 jahren Nutzung geht der Stahl eine sehr sehr innige Verbindung mit dem Alu ein, die nur mit roher Gewalt zu trennen ist

    Lötlampe, austreiber, janzdickerhammer

    Wenn gar nichts hilft, Flex. Oder 3 Monate in kriechöl legen, diesel. Geht auch.


    Beizeiten den Bolzen staburagsieren verhindert das zuverlässig
  • Ich nehm für solche Nippeleien und Bremshebel gerne das LM-3506-Bootsfett , das ist so ein weisses undurchsichtiges, ziemlich zähes Fett.
    Auch in den Kegelrollenlagern des Lenkkopfs kommt das bei mir zum Einsatz. Hauptvorteil: Es ist wasserfest, sogar Seewasserfest, also Winter- und Salzwasserbeständig ;)

    Hans

    The post was edited 2 times, last by Hansemann ().

  • Was ist mit "Glisseal Laborfett Hochvakuumqualität"?
    Ich hab da ne Tube voll und denke ich könnte es für die Dichtringe an den Düsen verwenden, oder sprich was dagegen?
    Gruss
    Jose
    __________________


    BMW K100 LT Jg. 10.89
    Vin:0175060
  • Servus Jose.
    Ich weiß grad nicht was das BMW-Handbuch sagt, womit man die Ringe der Einspritzventile schmieren soll, aber hab mir grad das Datenblatt Deiner Schmiere gezogen:
    borer.ch/pdf_files.php?type=pr…etter%2Fglisseal_N_DE.pdf
    Es ist kein Silikonfett, sondern was mineralisches. Keine Ahnung ob das für den Zweck jetzt gut oder schlecht ist, ich hab für die Einspritzventile jedenfalls hauchdünn Silikonfett genommen.
    Das Gleiche was auch in den Viscoblock rein gehört ;)

    Hans
  • Diese Schliffette fürs Labor sind daraufhin optimiert, dass sie beim Vakkuum nichts in den Gasraum abgeben und die Schliffe vakuumdicht machen. Sonst sind ja keine Schmiereigenschaften im eigentlichen Sinne gefordert. Ohne zu wissen, was man für die Einspritzng wirklich benötigt, würde ich mich nicht getrauen, ein solches Fett einzusetzen.
  • Das Gelenk der Kardanwelle ( zumindest bei der 2 Ventiler ) hat keinen Schmiernippel , ergo kannst da auch nix schmieren . Sind geschlossene Lager die dauergeschmiert sind .
    Gruß Walter
  • AAWARI wrote:

    Das Gelenk der Kardanwelle ( zumindest bei der 2 Ventiler ) hat keinen Schmiernippel ...
    Schmiernippel gibt es bei Fernreiseteile für 250 €:
    Ob man die braucht? Keine Ahnung.

    Ganz runterscrollen bis: Kardanwellen Reparatur aller K75,K100,K1100 sowie K1200 Kardanwellen mit unseren bewährten abschmierbaren Kreuzgelenken.
    Allzeit eine Handbreit Sprit im Tank.

    Grüße aus dem Landkreis Bamberg / Oberfranken

    Roland