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Chips und Cola bereitlegen, nun kommt ein Ölfrage

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  • Mir war wohl bewusst, dass mein Kommentar nicht überall Zustimmung findet und auch entsprechend kommentiert wird.
    Ich wollte vor einigen Jahren meinen Freilauf erneuern, habe aber ein neuwertiges Teil vorgefunden. Keine Riefen, Rattermarken, die Mitnehmer gerade, alles super.
    Den Käfig habe ich mit Bremsenreiniger gespült und zum Schluss dann noch ins Ultraschallbad für eine halbe Stunde gelegt. Das letztere war wohl entscheidend, unglaublich was da noch an schwarzem Schmodder rausgespült wurde.
    Mein damaliger Ölvertreter (Fa. Finke) stellte darauf hin einen Kontakt zu einem Techniker her. Der riet mir dann zu einem vollsynthetischen Schmierstoff wegen der besseren Reinigungs- und Dispergiereigenschften.
    Der Mann hielt die Aussage, nur mineralisches Öl und insbesondere kein Motorradöl nach JASO MA Norm dafür zu verwenden für nicht zutreffend.
    Seitdem fahre ich das Zeug, müsste so um und bei 50.000km sein und seitdem habe ich auch Ruhe.
    Gruß, Tommy

    Ich bin kein Biker und fahre kein Moped!
  • Dein Einzelschicksal hat keine repräsentative Breitenwirkung. Also bitte nicht empfehlen, sondern nur von deinem Glück erzählen.

    Nicht jeder möchte seinen Freilauf ausbauen und reinigen. In diesem Fall ist JASO kontraproduktiv. An einen neuen sauberen Freilauf kannst du schütten was du möchtest, aber niemals nicht in dein gerade gekauftes K-Motorrad mit 25 Jahren und 122000km auf der Uhr. Da ist dein Tip der Grund für einen spannenden Schraubernachmittag mit einigen Misserfolgen und Enttäuschungen.
    Schöne Grüsse, Ralf CH
  • Stefan_LU schrieb:

    .... in der 11er das 10W40 Total Classic,
    damit konnte ich bei der 11er sogar den Ölverbrauch auf die hälfte reduzieren.... ;)
    macht nun wieviel ml auf 1000 KM?
    Allzeit eine Handbreit Sprit im Tank.

    Grüße aus dem Landkreis Bamberg / Oberfranken

    Roland
  • ... und "die Hälfte" gegenüber welchem Öl vorher?
    mfg Klaus

    Franken sind garstig.
    Sie können es halt nur nicht so zeigen...
  • mfgkw schrieb:

    .. und "die Hälfte" gegenüber welchem Öl vorher?
    Genau.

    Bei meiner 11er hab ich seit letztens 20W50 Fuchs Öl drin und hab erstaunliche 0,25 L /1000 km erzielt. (über 4800 km ermittölt)
    Reifen nach 3000km fix und fertig, also das dingens auch benutzt.

    Vorher hatte ich 10W40 Fuchs drin, und mehr durchgepumpt, aber nur gefühlt-nie gemessen.
    Grüße vom Andy,

    BMW Back Ma´s Wieda :thumbsup:

    kochhof.de
  • Hallo,

    im Sommer 2003 (sehr heiß) habe ich meiner damals 20 Jahre alten K Vollsynthetiköl "gegönnt".
    Dann gings nach Italien. Irgendwann hingen an der Kupplungsglocke helle Tropfen, früher war es ab und an mal ein vereinzelter Tropfen. Da ich beladen war, war Anrollenlassen kein Problem (Paßhöhe), der Freilauf wollte manchmal nicht. Gegen Ende der Tour war beim Losfahren nach dem Abstellen auf dem Seitenständer ein Blick in den Rückspiegel zunächst sinnlos, da ich offensichtlich von einer Nebelwand verfolgt wurde.
    Die reinigende Wirkung des VS-Öls habe ich auch schon einmal in einem VAG Sechszylinder gesehen: Blitzeblank bis in die Ecken. Ein zweiter baugleicher Motor hatte teilweise sehr festen Ölschlamm, wie Fensterkit, in jeder Ecke. Wenn sich das alles löst....
    VS ja, aber nicht nach hoher LL und unbekannter Historie.
    Übrigens waren auch schon 2003 hier im Forum Warnungen laut geworden, ich wusste es natürlich besser, heute weiss ich es allerdings noch besser.
    Viele glauben auch, dass bei VS Warmfahren unnötig sei. Motorenverschleiß und Belastung haben aber nicht nur im Faktor Schmierung, sondern auch im Faktor Erwärmung und Ausdehnung/Anpassung ihre Ursachen.
    Eine Kopfdichtung brennt z.B. gerne beim strammen Kaltstart durch, weil die entstehende Wärme durch die verhältnismässig kalten Teile nicht abgeleitet werden kann. Dann gehts an die KD als schwächstes Teil.

    Geht Mopedfahren, besseres Wetter als heute gibts nicht.

    Gruß
    WolfgangBIR
    Ein Motorrad ist immer so gut wie sein Forum
  • Manchmal wundere ich mich...
    Da wird immer wieder drauf hingewiesen, dass die K sorgfältig warm gefahren möchte. Und dann gibt es Ölempfehlungen, die eben dieses Warmfahren unnötig verlängern.

    20W50 haben oft einen Viskositätsindex um die 125. Also relativ starke Viskositätsänderung bei zunehmender Erwärmung. Bei 40°C liegen sie bei grob 150 cSt oder höher, bei 100°C um die 17 - 20 cSt.
    Wünschenswert ist eine möglichst geringe Viskositätsänderung über die Temperatur, = möglichst hohen Viskositätsindex (VI). Und eine Viskosität bei 100°C, die nicht niedriger wie die ab Werk empfohlenen Öle (15W40 oder 10W40?) haben. Bei 15W40 sind dasetwa 14-15 cSt.

    Ich verfolge auch die Ein-Öl-Politik für meinen gesamten Fuhrpark. Und bin dabei nun beim Shell HX7 5W40 gelandet. Das hat einen VI von 172. Die Viskosität bei 100°C ist mit 14,4 cSt voll im Rahmen, bei 40°C aber nur 87°C. Ein 15W40 muss für diese Viskosität schon 10°C wärmer sein, ein 20W50 deren 15°C. Noch deutlicher ist es beim Kaltstart bei 20°C - da hat das 5W40 220 cSt, ein 20W50 liegt bei der Temperatur etwa zwischen 500 und 600 cSt. Um die 220 cSt zu erreichen, braucht das schon fast die 40°C. Also alleine durch die richtige Ölwahl den Warmfahrprozess um 20°C abgekürzt.
    Grüße von der Gummiente 8):

    Aller guten Dinge sind Drei! (Reinhard Mey)

    Fluchtursachen bekämpfen! Gegen Hunger, für Bildung.
  • Seit 20 Jahren und 147000 Km verwende ich 15W40 in meiner 11er bis jetzt hat sie das klaglos vertragen. Das gleiche Öl verwende ich in 2 Dieselmotoren und in einem weiteren Benziner. Leute macht nicht soviel Geschiss.

    Nicht böse sein, das musste mal gesagt werden.

    Mfg ArminAN
  • :lollol:

    Die Macht der Tradition!

    "Da hat mein Opa gebremst, da hat mein Papa gebremst, da bremse ich auch. Und wenn es den Berg hinauf geht und oben die Bremsen rauchen." :rolling:

    Wenn man immer mit neuen Erkenntnissen so umgeht, kann man getrost alle Forschung und Weiterentwicklung in die Tonne treten.
    Sorry, musste auch mal gesagt werden. Nicht böse nehmen.
    Spoiler anzeigen
    Ich muss doch irgendwie meinen Berufszweig legitimieren... :D
    Grüße von der Gummiente 8):

    Aller guten Dinge sind Drei! (Reinhard Mey)

    Fluchtursachen bekämpfen! Gegen Hunger, für Bildung.
  • die frage lautet dann, wieviel % der gesamtfahrleistung fährst du im aufwärmzeitfenster. und fährst du dann wie ein hirsch oder fährst du die k warm.

    für jetzt gesamthafte 240.000km K hat das 20W50 nachweislich kein problem gemacht.
    mag das andere öl besser sein - aber besser wofür??
    Schöne Grüsse, Ralf CH
  • hoechst schrieb:

    mag das andere öl besser sein - aber besser wofür??
    Für kalte oder halbwarme Zustände natürlich. Für was denn sonst?
    Wenn Kaltlauf schädlich ist, hat der höhere VI klare Vorteile weil die ungünstigen Temperaturbereiche deutlich schneller durch sind. Wenn Kaltlauf nicht schädlich ist, braucht es das ganze Zinnober um das (richtige) Warmfahren nicht.
    M.E. trifft ersteres zu.
    Wenn der Motor Betriebstemperatur hat, wird es marginal - das war auch nie bestritten. Besser ist "das andere Öl" dann wieder bei Übertemperatur.
    Und schlechter ist es nie. Außer höchstens an der Kasse.

    Bei den 240.000 km wäre interessant, wie viele Kaltstarts dabei waren, und ob die nur im Sommer oder auch im Winter gesammelt wurden.
    Ein reines Hobbyfahrzeug hat naturgemäß weniger Kaltstarts als ein Fahrzeug, das zu jeder Zeit als Alltagsfahrzeug herhalten muss.
    Wenn es sein muss, kannst du ein 50er Einbereichsöl nehmen und den Motor zwischen den Wartungen gar nicht mehr ausmachen, der sieht dann hinterher wohl noch besser aus. Soll man da nun eine Empfehlung für SAE50 ableiten?
    Grüße von der Gummiente 8):

    Aller guten Dinge sind Drei! (Reinhard Mey)

    Fluchtursachen bekämpfen! Gegen Hunger, für Bildung.
  • Was soll an einem dicken Öl schlecht sein? Zumindest schmiert es wesentlich besser.

    Es wird dann übel, wenn der Öldruck in kritische Regionen steigt. Aber das tut es nur, wenn man kalt gleich zu hohe Drehzahlen fährt.

    Angemessen warmfahren, und 20W50 ist definitiv kein Problem.

    Theoretisch ist es mit VI-Verbesserern natürlich besser.
    Aber erstens gab es die heutigen damals nicht, und die alte K ist auf die damaligen Öle ausgelegt, und zweitens haben die hochgezüchteten Öle ihren tollen Viskositätsverlauf auch nur, wenn sie neu sind. Die relativ hohe Viskosität bei Wärme geht relativ schnell verloren, und zwar umsomehr, je wärmer der Motor ist.

    Gerade wenn man das also wirklich nutzt, hätte ich Bedenken mit den gewohnten Wechselintervallen.

    Nur mal der Chipsindustrie zuliebe...
    mfg Klaus

    Franken sind garstig.
    Sie können es halt nur nicht so zeigen...
  • rubber-duck schrieb:

    Wenn Kaltlauf schädlich ist, hat der höhere VI klare Vorteile weil die ungünstigen Temperaturbereiche deutlich schneller durch sind
    Du willst uns aber nicht weißmachen, dass dickes Öl den Motor schneller erwärmen lässt, oder?
    Dickes Öl ist super. :smoke:
    Das klebt richtig schön in den Lagern und Gleitstellen-perfekt für Kaltstart- wenn die Möhre dann noch beschissen anspringt, hat man beste Voraussetzung für wenig Verschleiß, da der Öldruck aufgebaut ist, bevor die Explosionen stattfinden. Alles etwas überspitzt, aber darüber lohnt es sich nachzudenken.

    Warum wollen Sportmotoren wohl die Zahl 60 im Index stehen haben?
    Grüße vom Andy,

    BMW Back Ma´s Wieda :thumbsup:

    kochhof.de
  • Noch eine Unterstützung für die Chipindustrie :) : Die 240.000 Km entstanden Sommer wie Winter, fast nie Kurzstrecke, oft aber nur zwischen 30 und 80 Km, immer ausgiebig warm gefahren, immer billigstes Öl, dafür häufige Wechsel. Würde auch dickeres Öl (= 20/50) nehmen, das kostet aber im Standardfall das Doppelte. Bei mir um die Ecke gibt es 15/40 für rund 2,40/L.
    (-;D ... (D = Helm!)
  • Ich bin immer wieder fasziniert über das geballte Öl-Fachwissen hier im Forum. Dickes Öl schmiert besser als dünnes. dickes Öl klebt besser an den Lagern und daher besser beim Kaltstart :shock: , Synthetiköl ist schuld an Undicht......

    Aber dieses Wissen ist nicht nur auf das Forum begrenzt. Tipp eines Werkstattmeisters Ford bei leichtem Ölverlust durch einen defekten Simmering: Nehmen se mal dickeres Öl, vielleicht hört es auf :rolling: Die Hydrostössel hätte es sicher
    gefreut.
    Ein Leben ohne Freunde ist wie eine weite Reise ohne Wirtshaus.
    Jean de la bruyere
  • mfgkw schrieb:

    Was soll an einem dicken Öl schlecht sein? Zumindest schmiert es wesentlich besser.
    Als pauschale Aussage ist das schlicht falsch. Aber der Irrglaube "dickes Öl = gute Schmierung" ist weit verbreitet und extrem hartnäckig.
    Je nach Betriebszustand während des Warmfahrens ist die Schmierung mit dickerem Öl sogar deutlich schlechter. Deswegen besteht ja auch der Bedarf an sorgfältigen Warmfahren. Deswegen hat ein 5W40 Öl mit höherem VI deutliche Vorteile gegenüber einem 20W50, weil diese ungünstigen Zustände deutlich schneller durch sind.

    Ebenfalls ein hartnäckiger, weit verbreiteter Irrglaube ist, dass nur weil die Motoren damals für das damalige Öl ausgelegt waren, bräuchten sie auch Öl nach dem damaligen Standard, und modernes Öl würde nichts bringen oder sogar schaden. Aber auch das ist und bleibt, was es ist: Ein Irrglaube.

    mfgkw schrieb:

    und zweitens haben die hochgezüchteten Öle ihren tollen Viskositätsverlauf auch nur, wenn sie neu sind
    Sagt wer?


    Diesöl schrieb:

    Du willst uns aber nicht weißmachen, dass dickes Öl den Motor schneller erwärmen lässt, oder?
    Nein. Dickes Öl hat zwar durch die höheren Scherkräfte im Schmierfilm einen höheren Wärmeeintrag, der aber in der Gesamtbilanz keinerlei Rolle spielt.
    Mit einem 20W50 braucht der Motor länger, bis er die günstigen Temperaturen erreicht hat, also warm gefahren ist. Weil die günstigen Temperaturen höher liegen.
    Mit einem 5W40 liegt die Grenze zu den günstigen Temperaturen merklich niedriger.
    Der Motor wird mehr oder weniger gleich schnell warm, egal welches Öl gefahren wird. Mit dem 5W40 reicht aber eine niedrigere Temperatur aus, um als "warm" zu gelten. Also: Schneller warmgefahren. Und beim Motorstart fängt das 5W40 gar nicht erst mit einer so hohen Temperatur an. Für den Motor ist es etwa gleich anspruchsvoll, ob er mit einem 5W40 bei ~0°C gestartet wird, oder mit einem 20W50 bei ~20°C. Bei 20°C gestartet, ist es mit einem 5W40 deutlich besser als mit einem 20W50.

    Diesöl schrieb:

    Das klebt richtig schön in den Lagern und Gleitstellen-perfekt für Kaltstart- wenn die Möhre dann noch beschissen anspringt, hat man beste Voraussetzung für wenig Verschleiß, da der Öldruck aufgebaut ist, bevor die Explosionen stattfinden. Alles etwas überspitzt, aber darüber lohnt es sich nachzudenken.
    :bekloppt: Du tust den Öldruck massiv überbewerten. Öldruck dient nur dazu, dass genug Schmiermittel zu den Lagerstellen hingeführt wird. Das Gleitlager braucht nur seine ausreichende Schmierölmenge. Der Druck im Lager wird hydrodynamisch aufgebaut, der Öldruck von der Pumpe her hat daran keinen Anteil mehr. Mit kaltem 60er Öl magst du schnell einen hohen Öldruck haben, aber viel zu wenig Durchfluss in den Lagern. Wunderbare Bedingungen für einen baldigen Lagerschaden.
    Nachdenken ist nie verkehrt. Aber Nachdenken alleine reicht manchmal nicht aus, da braucht es dann auch Fachwissen und Verständnis für komplexe Zusammenhänge dazu. Oder halt mal was Annehmen von Leuten, deren täglich Brot so was ist.
    Grüße von der Gummiente 8):

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