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Chips und Cola bereitlegen, nun kommt ein Ölfrage

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  • z.B. de.wikipedia.org/wiki/Motor%C3%B6l#Mehrbereichs%C3%B6l:
    ...
    Mehrbereichsöle verlieren im Betrieb zunehmend an Viskosität – und zwar umso schneller, je höher der Anteil der Polymere in ihnen ist. Das heißt im Klartext: Je größer der überbrückte Viskositätsbereich ist, desto stärker und schneller „altert“ das Öl. Die Viskosität fällt praktisch auf das Niveau des Ausgangsproduktes zurück, welches in der Regel ein eher dünnflüssiges Öl ist.
    ...



    rubber-duck schrieb:

    Mit kaltem 60er Öl magst du schnell einen hohen Öldruck haben, aber viel zu wenig Durchfluss in den Lagern.
    Man braucht auch gar keinen Durchfluß in den Lagern, sondern nur vorhandenes Öl erstmal. Durch die Relativbewegung wird bei hydrodynamischen Lagern das Öl vom weiten Teil in den engen Teil des Spalts gezogen. Und die Tragfähigkeit ist umso höher, je dicker das Öl ist.
    Erst durch das Abfließen muß natürlich nachgepumpt werden als Ersatz. Je dünner, umso mehr fließt ab und muß nachgefördert werden.

    Davon abgesehen geht es im Motor ja nicht nur um hydrodynamische Lager, sondern z.B. auch um Kolben/Zylinder.
    mfg Klaus

    Franken sind garstig.
    Sie können es halt nur nicht so zeigen...
  • @ Gummiente:
    Nachdenken ist nie verkehrt. Aber Nachdenken alleine reicht manchmal nicht aus, da braucht es dann auch Fachwissen und Verständnis für komplexe Zusammenhänge dazu. Oder halt mal was Annehmen von Leuten, deren täglich Brot so was ist.

    Dazu hätt ich mal ne Frage..........................................
    Wir reden hier über "Mehrbereichsöle", z.b 10W-60, oder auch 20W-50, oder 5W-40, usw, usf................

    M.W. gibt z.B. bei nem 20W-50 (bei den anderen auch) die erste Zahl, hier das 20 die Kalteigenschaften an, also in kaltem Zustand dünnflüssig, zum schnellen erreichen der Schmierstellen und ergo schneller Fließgeschwindigkeit.
    Die 50 steht für das Warmverhalten, also für Schmierfähigkeit bei hohen Temperaturen, kein Filmabriss!

    Dieses 20W-50 ersetzt, so meine einfache Erklärung, ein 20er und 50er Einbereichsöl?
    Also 20er für kalte Jahreszeit und 50er für warme Jahreszeit = Mehrbereichsöl?

    So hab ich das mal vor 40 Jahren gelernt......................................................
    Gruß

    Sandy
  • Also, ich weiß das Kaltgepresstes Olivenöl keine hohen Temperaturen verträgt, deswegen kippe ich es auch nicht in meine K! Im Winter lasse ich immer die hälfte des Öl's ab, damit der Motor schneller warm wird und deswegen geschont wird.
    Gruß Bernd

    VIN 0198881K1100RS

    (Es gibt zwei Arten von Menschen: Toilettenpapier richtig herum Aufhänger und falsch herum Aufhänger)
  • Einen Teil des Kühlwassers abzulassen und den Kühler abzudecken fördert diesen Vorgang noch zusätzlich. :D
    Heinz



    "Technischer Fortschritt ist wie eine Axt in den Händen eines pathologischen Kriminellen."

    Albert Einstein
  • Von "meiner" Ölmarke gibt's sogar superlecker Salami und sehr aromatischen Käse.

    Kann also gar nicht soooo schlecht sein.
    Gruß aus
    K-astorf im K-reis Herzogtum-Lauenburg
    (im ECHTEN Norden)
    Onkel Nils

    Nich ann rumfummeln wenn't löpt!!

    Echte Nordlichter frieren nicht!!
    Wir zittern vor Wut, dass es nicht noch kälter ist!!!



  • mfgkw schrieb:

    z.B. de.wikipedia.org/wiki/Motor%C3%B6l#Mehrbereichs%C3%B6l:
    Ja, ok, gut. Dir ist aber schon klar, wer alles an Wikipedia schreibt? Und dass es seinen Grund hat, warum Wiki nicht als Fachliteratur gilt?
    Freigegebene Öle müssen die Herstellerforderungen über den gesamten Wechselintervall erfüllen. Intervalle, die heute gerne mal bei 30.000 km liegen. "Schneller altern" ist da ziemlich relativ, und ziemlich egal bei einem Wechselintervall von 7.500 km.
    Und richtig, durch Scherung und Polymerabbau verliert das Öl an Viskosität. Gleichzeitig dickt es mit zunehmendem Additivverschleiß wieder ein. Das kompensiert mehr oder weniger, und vollständig verbrauchtes Öl springt in der Viskosität plötzlich stark nach oben.

    Ist also für die praktische Anwendung herzlich akademisch

    mfgkw schrieb:

    Man braucht auch gar keinen Durchfluß in den Lagern, sondern nur vorhandenes Öl erstmal. Durch die Relativbewegung wird bei hydrodynamischen Lagern das Öl vom weiten Teil in den engen Teil des Spalts gezogen. Und die Tragfähigkeit ist umso höher, je dicker das Öl ist.
    Ein Öl kann nur so in den Schmierspalt gezogen werden, wie es das Verhältnis von Schmierspalt zu Schmierfilmdicke zulässt. Ist aufgrund der zu hohen Viskosität der Schmierfilm eigentlich dicker, als es der Schmierspalt zulässt, reißt der Schmierfilm.
    Selbst sollte es gerade noch ausreichen - durch die Scherwirkungen im Schmierfilm erwärmt sich das Öl lokal im Schmierspalt in der Lastzone, verliert an Viskosität und fließt schneller ab. Ist das zum Lager hinfließende Öl zu hochviskos, kommt nicht genügend nach, also gibt es Mangelschmierung.
    Es muss immer genügend Öl zur Verfügung stehen, dass es vom Lager in den Schmierspalt gezogen werden kann. Je hochviskoser das Öl, desto unsicherer und kritischer ist die Ölversorgung für das Lager.

    Hochviskoses Öl ist auch für die Kolben nicht unbedingt von Vorteil, weil zu dickes Öl schneller abgeschält wird, anstatt sauber in den Schmierspalt gezogen zu werden. Rate mal, warum bei reinen Kurzstreckenmotoren die Zylinderhonung wesentlich früher weg ist, als bei Langläufern. Eben weil sie viel mehr mit kälterem und dadurchdickerem Öl betrieben werden. Und wo die Honspuren weg sind, haftet ein dickeres Öl noch schlechter als ein dünneres.

    ninapastis schrieb:

    Dieses 20W-50 ersetzt, so meine einfache Erklärung, ein 20er und 50er Einbereichsöl?
    Also 20er für kalte Jahreszeit und 50er für warme Jahreszeit = Mehrbereichsöl?
    Nein. Sondern wie ein 20er Öl in kaltem Zustand und ein 50er im warmem Zustand. Das Öl interessiert nur die aktuelle Temperatur, der Kalender ist dem Öl herzlich egal. Die Jahreszeit ist nur hinsichtlich der Temperaturen beim Motorstart interessant.
    Bei Starttemperatur 0°C hat z.B. ein Liqui Moly Classic 20W50 2271 cSt, ein Shell HX7 5W40 dagegen nur 731 cSt.

    Diesöl schrieb:

    Unsern Bauernmotor ist das alles egal, er läuft anscheinend einfach.
    Anscheinend - vielleicht. Motorschäden gibt es immer wieder mal. Die aber untersuchen, was für einen Anteil das Schmiersystem und die Kaltstarts über die Jahre hatten, wer macht sich die Mühe? Zumal es alles andere ist als einfach, die Auswirkungen korrekt zuzuordnen.

    Kann ja jeder machen, wie er es für richtig hält und lustig ist. Ich geb meinem Bauern lieber was Gutes, dann steht er länger und besser im Futter ^^
    Nicht dass es mal so geht wie dem Bauern, der seinem Esel das Saufen abgewöhnen wollte. "Kaum hab ich's geschafft, verreckt das blöde Vieh!" :rolling:
    Grüße von der Gummiente 8):

    Aller guten Dinge sind Drei! (Reinhard Mey)

    Fluchtursachen bekämpfen! Gegen Hunger, für Bildung.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von rubber-duck ()

  • rubber-duck schrieb:

    Rate mal, warum bei reinen Kurzstreckenmotoren die Zylinderhonung wesentlich früher weg ist, als bei Langläufern. Eben weil sie viel mehr mit kälterem und dadurchdickerem Öl betrieben werden.
    Oder weil beim Kaltstart am Kolben mehr Kraftstoff als Öl zum Schmieren da ist?
    mfg Klaus

    Franken sind garstig.
    Sie können es halt nur nicht so zeigen...
  • Diesöl schrieb:

    Rubberduck, welches Öl ist denn jetzt das beste gegen den hohen Ölverbrauch der 11en??
    Konstruktionsfehler kann man nicht mit Öl heilen.
    *duw*

    Aber wenn es dir nur darum geht, hohen Ölverbrauch zu vermeiden, dann nimm ein möglichst dickflüssiges Öl. 40er oder 50er Einbereichsöl z.B. Schmierung hin oder her, man muss Prioritäten setzen.
    Spoiler anzeigen
    Und wenn die 11er dann mit Schaden in der Werkstatt steht, verbraucht sie auch kein Öl :hyene:

    Ich persönlich würde das für die Schmierung beste Öl verwenden, Ölverbrauch hin oder her. Gegen hohe Ölkosten dann einfach das Öl im 20L Kunststofffass ordern, das ergibt i.d.R. den günstigsten Literpreis.
    Grüße von der Gummiente 8):

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    Fluchtursachen bekämpfen! Gegen Hunger, für Bildung.
  • Was das "Beste" ist, muss jeder für sich entscheiden, auch auf Grund der eigenen Erfahrungen. Es geht doch wohl mehr um die Darstellung der chemisch/physikalischen Zusammenhänge der Motorschmierung nach heutigem Wissensstand.
    Wer sich damit beschäftigt, sich dafür interessiert und versteht, was da vor sich geht, kann seine Schlüsse daraus ziehen und was draus machen. Oder auch nicht.
    Schade nur, dass bei solchen Themen oft mit viel Polemik, und Sarkasmus reagiert wird. Kann man sich bei solchen Glaubensfragen nicht rein sachlich darüber unterhalten?
    Gruß, Tommy

    Ich bin kein Biker und fahre kein Moped!
  • corda3wd schrieb:

    Schade nur, dass bei solchen Themen oft mit viel Polemik, und Sarkasmus reagiert wird. Kann man sich bei solchen Glaubensfragen nicht rein sachlich darüber unterhalten?
    Ach was, das hast du nur überbewertet. Wir haben Spaß und lernen, oder nicht? :saint:


    rubber-duck schrieb:

    Ich persönlich würde das für die Schmierung beste Öl verwenden, Ölverbrauch hin oder her.
    Das deiner Meinung nach welches wäre? :
    Grüße vom Andy,

    BMW Back Ma´s Wieda :thumbsup:

    kochhof.de
  • Manchmal wundert es mich, weshalb die verschiedene Glaubensrichtungen, egal ob Hüh, ob Hot,
    "DIE" Ölfrage, noch nicht in ihren Katechismus in die Religionslehre aufgenommen haben :banghead:

    Oh Gott, ich habe gelästert................... :ups: , ich werde verdammt................ :anbet2:
    Gruß

    Sandy