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Ölverlust Kupplungsmanschette K75

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  • Ölverlust Kupplungsmanschette K75

    Hallo liebes FlyingBrick Forum,

    Zunächst einmal möchte ich mich kurz vorstellen, da ich mich neu im Forum angemeldet habe. Ich bin Chris, 21 Jahre alt, komme aus der Nähe von Saarbrücken und Student. Ich baue mit einem Freund je eine K75 in einem Winter Projekt zu einem Scrambler um. Genug der langen Rede, wir sind beide recht unerfahren, aber freuen uns, dazu zu lernen!

    Folgendes Problem bei meiner K75: Unterhalb der Schwinge war bis zu Reinigung alles voller Ölschmodder. Nach Abbau des Hinterrads konnte ich erkennen, dass die Kupplungsmanschette voller Öl steht. Der Kupplungsstellhebel war nicht richtig in der Manschette und es ölte aus. Ist es normal, dass in dieser Manschette Öl steht, oder sollte es dort komplett trocken sein?

    Vielen Dank bereits für eure Hilfe und liebe Grüße aus dem Saarland.
  • Habedere Chris,

    erst einmal, ein herzliches Willkommen aus der Oberpfalz.

    Öl in der Manschette? Ja, das muss so.
    Ist der Ölstand im Getriebe korrekt (116 mm vom Rand der Einfüllöffnug), dann ist er knapp oberhalb der Laufbahn der Kupplungsdruckbuchse.
    Etwas Öl gerät von dort immer in die Laufbahn um die Druckbuchse zu schmieren.
    Die Manschette sollte aber wirklich dicht sein.
    Zum Wechsel reicht es aus, die Maschine mit dem Hauptständer auf ein 2-3 cm dickes Holzbrett zu stellen und das Vorderrad auf dem Boden.
    Dann kann (bei richtigem Ölstand) nichts herauslaufen und man kann der Faltenbalg problemlos wechseln.
    Servus
    Peter

    Wenn ein Mann sagt, er macht das, dann macht er das auch, man muss ihn nicht alle sechs Monate daran erinnern.
    Dabei seit Mmmmh ? Wurscht, Hauptsache gerne dabei !
  • Der Gummibalg, volkstümlich auch "Mops" genannt, ist konstruktiv nicht gegen Öl aus dem Getriebe abgedichtet.
    Die innenliegende Feder drückt normalerweise das einvulkanisierte Ende gegen den Betätigungshebel, und das bleibt lange Jahre dicht.
    Ist die Oberfläche dort riefig, fängt die Ölerei an.
    Man kann dann hier einen kleinen O-Ring dazwischenlegen.

    Bernd
  • Bernd_A schrieb:

    Der Gummibalg, volkstümlich auch "Mops" genannt, ist konstruktiv nicht gegen Öl aus dem Getriebe abgedichtet.

    das ist wohl nicht ganz richtig ;(

    der Raum zwischen der Sau (Dichtung der Druckstange in Richtung Kupplung) und dem Mops muss immer Getriebeöl enthalten, weil sonst das Drucklager (am hinteren Ende der Druckstange) nicht geschmiert wird.
    Wenn der Mops nicht mehr dicht ist, läuft zwangsläufig an dieser Stelle immer Getriebeöl aus.
    Wenn die Sau undicht ist, läuft Getriebeöl in die Kupplung.
    d.h. beide Dichtung müssen beständig gegen Getriebeöl sein

    Zum Verständnis:
    die Druckstange muss längs verschiebbar sein und dreht sich immer mit der Kupplungsdrehzahl
    Die Druckplatte (einvulkanisiert im Mops) dreht sich nicht.
    Ohne Drucklager funktioniert das nicht.
    Im Fall der K ist es ein offenes Lager welches ständig in einem Ölbad (Getriebeöl) läuft.
  • Aufgrund meiner Profession nehme ich mir frech heraus, das Wort "konstruktiv" in Anspruch nehmen zu dürfen ;)

    Ich habe sicher nichts falsches beschrieben.
    Im Umkehrschluß: wenn sich im Balg Öl befindest, ist das so vorgesehen.
    Wenn es den Balg nach außen verläßt, eher nicht, kommt aber vor, wie meine eigene Geschichte mir ja gezeigt hat.
    Ich konnte ja der m.E. konstruktiv fahrlässigen Auslegung etwas dichtend nachhelfen.

    Aber es ist anscheinend so, das sich im Balg manchmal ein Überdruck aufbaut, weil das hineingelaufene Öl bei den alten
    Kisten nicht so schnell wieder an der Druckbuchse vorbei zurück in das Getriebe gedrückt werden kann.
    Und dann sucht es sich einen Weg an der schwächsten Stelle vorbei nach außen.
    Also immer gaaanz langsam kuppeln......

    Ich habe als Abhilfe erstmal einen passenden kleinen O-Ring zwischen Balg und Hebel gelegt, um gegen die Anlagekante des Hebels besser abzudichten.
    Dann habe ich ein kleines Drehteil aus PA6.6 gemacht, welches die Feder ein klein wenig mehr vorspannt, und den Druck der Feder besser auf das Ende
    des Balgs leitet, sodaß er sich nicht nach hinten sinnlos herumwölbt.

    Viel Erfolg beim kontinenzieren des Mopses! (das ist aber ein kleines Mistvieh)

    Bernd
  • derfla schrieb:

    Bernd_A schrieb:

    Der Gummibalg, volkstümlich auch "Mops" genannt, ist konstruktiv nicht gegen Öl aus dem Getriebe abgedichtet.
    das ist wohl nicht ganz richtig ;(

    der Raum zwischen der Sau (Dichtung der Druckstange in Richtung Kupplung) und dem Mops muss immer Getriebeöl enthalten, weil sonst das Drucklager (am hinteren Ende der Druckstange) nicht geschmiert wird.
    Und wo soll da ein Widerspruch sein?
    Texte nicht einfach nur lesen, sondern auch versuchen zu verstehen! ;)
    Heinz



    "Technischer Fortschritt ist wie eine Axt in den Händen eines pathologischen Kriminellen."

    Albert Einstein