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K 75 läuft nur im Standgas und geht beim gasgeben, bzw. nach einigen Sekunden aus

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  • :thumpup: :thumpup: :rolling:
    Für Felgen soll Haushalts Fettlöser gut sein (ohne Spass) - wenn wer mit Kette fährt 8o :D :D :D
    Der alte Robert, recht hatte er !
    "Es war mir immer ein unerträglicher Gedanke, es könne jemand bei der Prüfung eines meiner Erzeugnisse nachweisen, dass ich irgendwie Minderwertiges leiste. Deshalb habe ich stets versucht, nur Arbeit hinauszugeben, die jeder sachlichen Prüfung standhielt, also sozusagen vom Besten das Beste war." (Robert Bosch, 1918)

    Gruß Vulfric der Bärtige, oder einfach der Ritter von der Alb :D
  • Hallo liebe K-ommunity,

    wenn es über Reinigungs- und Schmierpraktiken keinen weiteren Austausch gibt, setzte ich das ursprüngliche Thema mal wieder fort.
    Nachdem ich letzte Woche 2 dichte Tanks bekommen habe (ja, einen in Reserve, man weiß ja nie :D ), habe ich heute die Innereien umgebaut und ein paar Tests durchgeführt.

    Die K springt nach wie vor problemlos an und läuft einige Sekunden im Standgas, mal kürzer, mal länger. Wenn der Motor abgestorben ist springt er mit dem Anlasser sofort wieder an, so dass man Kabelbrüche und durch Übergangswiderstand warm gewordenen Kontakte wohl eher ausschließen kann. Solche Fehler würden sich nicht mit so einer Regelmäßigkeit reproduzieren lassen, bzw. würden nicht so schnell abkühlen. Zumal bei allen Steckern die ich geöffnet oder kontrolliert habe die Kontakte blank und in einwandfreiem Zustand waren.
    An vibrationsbedingte Fehler will ich auch nicht so recht glauben, weil die K75 einfach nicht vibriert.

    1. Die Spritpumpe bekommt Spannung (+) sobald der Anlasserknopf gedrückt wird und wird solange der Motor läuft mit Strom versorgt. Erst wenn der Motor abgestorben ist fällt die Spannung ab. Die Masse Seite hat immer Masse, egal, ob die Pumpe läuft oder nicht.
    2. Ich hatte die Pumpe als sie ausgebaut war auch an eine Batterie angeschlossen und sie lief einwandfrei durch.
    Hier sieht also alles gut aus.

    3. Die Funktion der Zündung habe ich mit der Strobolampe abgeblitzt, auch hier fällt die Sekundärspannung der Zündspulen erst ab, wenn der Motor aus geht, nicht umgekehrt.

    4. Massekontakt am Treibstoffstandsensor ist auch i.O.

    Ich habe den Eindruck, das elektro-seitig alles OK ist.

    Es scheint hier doch eher etwas mit der Gemischaufbereitung im Argen zu sein.

    Also habe ich mich der These Kühlwassertemperatursensor mal gewidmet. Der Stecker ist fest. Aber das Kerzenbild ist extrem nass. Neue Kerzen nach ca. 10 x starten wieder nass. Also könnte die Theorie stimmen, das der Geber hin ist, die Einspritz-Steuerbox falsche Infos bekommt und das Gemisch den Motor nur ein paar Sekunden lang am Leben hält.

    In dem Zusammenhang habe ich den Plattenluftfilter ausgebaut und wie folgt beobachtet:

    a. Mit ausgebautem Luftfilter ergibt sich mit Standgasanhebung kein wesentlicher Unterschied
    Drehzahlanhebung (Choke) in Stufe 2 (voll) => Motor läuft nur ca. 2 - 5 Sekunden im Standgas.
    Drehzahlanhebung (Choke) in Stufe 1 (halb) => Motor läuft nur ca. 4 - 8 Sekunden im Standgas.

    b. Aber ohne Choke lief sie vorher (mit Luftfilter eingebaut) gar nicht, ohne Lufi:
    Drehzahlanhebung (Choke) in Stufe 0 => Motor läuft in extrem niedrigem Standgas durch (geht nicht aus).
    Das könnte dafür sprechen, das ohne den Luftfilter, also mit etwas magerem Gemisch eine leichte Verbesserung eintritt, was eine Überfettungstheorie stützen würde.

    Morgen werde ich das Kühlwasser rauslassen, den Kühler wegbauen und den Temperatursensor ausbauen. Laut WHB gibt es keine Testwerte dafür, nur Tausch um festzustellen, ob er defekt ist. Oder hat Jemand Referenzwerte für den Temperatursensor ?
    In einem ausländischen K-Forum habe ich gelesen, das man den wechselnden Widerstand beim erhitzen im Kochtopf messen kann, allerdings fehlte die Tabelle. Bei 103°C soll der Widerstand zwischen 250 und 0 Ohm betragen.

    Ich bestelle mal einen neuen Sensor und halte euch auf dem Laufenden.

    Schönes Wochenende,
    Viele Grüße
  • Murphy wrote:

    In einem ausländischen K-Forum habe ich gelesen, das man den wechselnden Widerstand beim erhitzen im Kochtopf messen kann, allerdings fehlte die Tabelle. Bei 103°C soll der Widerstand zwischen 250 und 0 Ohm betragen.
    Haben wir hier doch alles vorrätig! :D
    Auf Seite 7 findest Du eine Temperatur-Widerstands-Kurve und einen Rechner.
    Heinz



    "Technischer Fortschritt ist wie eine Axt in den Händen eines pathologischen Kriminellen."

    Albert Einstein
  • Murphy wrote:

    Ich bestelle mal einen neuen Sensor und halte euch auf dem Laufenden.
    das kann sicher nicht schaden.
    du weißt aber, dass der Temperatursensor zwei identische aber getrennt voneinander arbeitende Kreise hat - der eine versorgt die Einspritzsteuerung, der andere das Relais für den Lüfter
    Das Tauschen der Abgänge (beispielsweise am Stecker) könnte Klarheit geben.

    sieht man sich die Widerstandskennlinie aus #7 an, wird aber auch klar, dass ein Kabelbruch gleichbedeutend mit niedriger Motortemperatur ist - Anfetten des Gemisches.

    The post was edited 1 time, last by derfla ().

  • Du musst den Fühler nicht ausbauen, sondern dessen Widerstand oben im Kabelbaum messen. Interessant ist die Messung am Steuergerät, da dort entschieden wird, ob fett oder mager geliefert werden soll. Die Messung ist dann inklusive Widerstände im Kabel.
    Schöne Grüsse, Ralf CH
  • hoechst wrote:

    Du musst den Fühler nicht ausbauen, sondern dessen Widerstand oben im Kabelbaum messen. Interessant ist die Messung am Steuergerät, da dort entschieden wird, ob fett oder mager geliefert werden soll. Die Messung ist dann inklusive Widerstände im Kabel.
    Super, spart mir (erstmal) einen Haufen Arbeit, danke für den Hinweis, werde mich gleich mal ran machen.
    Viele Grüße
  • derfla wrote:

    du weißt aber, dass der Temperatursensor zwei identische aber getrennt voneinander arbeitende Kreise hat - der eine versorgt die Einspritzsteuerung, der andere das Relais für den Lüfter
    Das Tauschen der Abgänge (beispielsweise am Stecker) könnte Klarheit geben.
    ja, das war mir bekannt. Du meinst beide Kontakte am Temperatursensor machen exakt dasselbe? Das war mir nicht bekannt, dann schau ich mir das auch mal aus der Perspektive an. Danke für den Tipp.
    Viele Grüße
  • Murphy wrote:

    derfla wrote:

    du weißt aber, dass der Temperatursensor zwei identische aber getrennt voneinander arbeitende Kreise hat - der eine versorgt die Einspritzsteuerung, der andere das Relais für den Lüfter
    Das Tauschen der Abgänge (beispielsweise am Stecker) könnte Klarheit geben.
    ja, das war mir bekannt. Du meinst beide Kontakte am Temperatursensor machen exakt dasselbe? Das war mir nicht bekannt, dann schau ich mir das auch mal aus der Perspektive an. Danke für den Tipp.
    Ja - das ist nach meinem Kenntnisstand so.

    die Kennlinie lässt auch eine weitere Schlussfolgerung zu:
    Widerstand gegen Null ist gleichbedeutend mit magerem Gemisch: d.h.: Lege ich Masse auf den Pin 13 am Einspritzsteuergerät hat man keine Anreicherung

    wenn dann dein Motor läuft, ist die Störungsursache ziemlich klar: Verkabelung und/oder Temperatursensor
  • der erste Prüfschritt wäre dann, den Stecker am Temperatursensor abziehen und beide Kontakte auf Masse legen
    wenn dann der Motor läuft, ist der Sensor die Ursache

    falls sich Nichts ändert, ist die Masse direkt auf Pin 10 zu legen
    wenn dann der Motor läuft, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit die Verkabelung defekt

    Alternativ kann man auch den Sensor mit einem separaten Kabel provisorisch an den Pin 10 anklemmen

    The post was edited 1 time, last by derfla: Richtigstellung: nicht Pin 13 sondern 10 ().

  • derfla wrote:

    die Kennlinie lässt auch eine weitere Schlussfolgerung zu:
    Widerstand gegen Null ist gleichbedeutend mit magerem Gemisch: d.h.: Lege ich Masse auf den Pin 13 am Einspritzsteuergerät hat man keine Anreicherung
    Müsste es nicht Pin 10 sein? Pin 13 liegt ja eh schon auf Masse.
    Gruß aus dem "Pleiser Ländchen",
    Karl-Heinz
  • Joachim_K wrote:

    Sind die Einspritzdüsen in Ordnung? Nicht das die einen weg haben. Und den Motor Regelrecht Fluten? Gruß Joachim
    Wäre theoretisch auch möglich, aber da das Problem mit einer harten Erschütterung (Schlagloch) angefangen hat und die Dreiviertel-K erst 60.000 km gelaufen hat, halte ich es für unwahrscheinlich das alle 3 Einspritzdüsen gleichzeitig versagen. Scheint eher eine zentrale Ursache zu haben.
    Falls die K irgendwann mal wieder vernünftig läuft, gönne ich ihr statt den Tank passend zu lackieren lieber mal einen Satz Tills Düsen :D .
    Viele Grüße
  • Karl-Heinz_SU wrote:

    derfla wrote:

    die Kennlinie lässt auch eine weitere Schlussfolgerung zu:
    Widerstand gegen Null ist gleichbedeutend mit magerem Gemisch: d.h.: Lege ich Masse auf den Pin 13 am Einspritzsteuergerät hat man keine Anreicherung
    Müsste es nicht Pin 10 sein? Pin 13 liegt ja eh schon auf Masse.
    Pin 10 (die Verbindung zum Temperatursensor) ist richtig
    ich habe mich dadurch irritieren lassen: "Gemessen wird Pin 13 gegen Pin10 Masse"
    das sollte in technik.flyingbrick.de/images/6/68/13_tempfueler_pruefen.pdf dementsprechend auch korrigiert werden
  • Der Tag heute war leider nicht so erfolgreich wie erwartet.

    Die gute Nachricht: Der Temperatursensor tut genau was er soll. Hab alles am Stecker von der Einspritz-Steuerbox (Pin 10 und 13) und am Geber gemessen und anschließend das Gehäuse (und die Kühlflüssigkeit darin) mit dem Föhn erwärmt, dabei nimmt der Widerstand ab. Entspricht in etwa der Kurve, auch wenn ich die exakte Wassertemperatur da nicht messen konnte.

    Die schlechte Nachricht: Die Mühle läuft immer noch genau so wie vorher ;(

    Gibt es eine Möglichkeit das Einspritz-Steuergerät zu testen? Oder nur Tausch? In der Bucht gibt es mehrere Angebote von einem Anbieter, aber die sehen von außen schon nicht vertrauenerweckend aus und der Anbieter hat auch immer nur ein Foto von hinten gemacht. Die Steckleiste ist nicht zu sehen, merkwürdig. Bei Objekten in dieser Preisklasse sollte man eigentlich bessere Dokumentation erwarten können.
    Viele Grüße
  • desperate250 wrote:

    Wurde schon mal der Hallgeber erwähnt?
    Erwähnt schon, aber getestet hab ich da nur mal mit der Strobolampe, ob regelmäßige Impulse kommen.
    Da der Motor grundsätzlich beim öffnen der Drosselklappen, also beim Anstieg der Drehzahl abstirbt, könnte natürlich auch die Zündvorverstellung eine Rolle spielen. Andererseits stirbt er ja auch ab, wenn man kein Gas gibt, nur dann halt erst nach einigen Sekunden.

    Bemerkenswert finde ich nach wie vor, das der Motor umso länger läuft je niedriger die Drehzahl ist.

    Na ja für heute ist erst mal Feierabend.

    Einen guten Start in die Woche allerseits.
    Viele Grüße